Dienstag, 19. März 2013

Doppelohrenwärmer

Gegen Kälte hilft bekanntlich nichts so gut wie eine Tasse heißer Tee und etwas Wollenes zum Einmummeln. Da geht es Hunden nicht anders als Menschen...
Ich gehöre allerdings leider zu den Menschen, die sich mit einer Mütze auf dem Kopf nicht mehr gut im Spiegel anschauen können. Weil sie finden, dass sie bemützt doof aussehen. Und die sich deshalb fast immer lieber die Ohren abfrieren als etwas Wollenes drüberzuziehen. Nur wenn ein gar zu eisiger Wind über die Felder pfeift, gibt auch die standhafteste Mützenverweigerin ihren Widerstand auf und bedeckt schicksalsergeben ihr Haupt, wickelt sich bis zur Nase in einen dicken Schal (damit man vom Gesicht nicht mehr viel sieht), nimmt den Hund an die Leine und bietet heroisch und uneitel dem Wetter die Stirn.

 Dabei finde ich Wollmützen eigentlich so schön! An anderen Leuten... nur eben nicht an mir. Ich habe ein langes und schmales Gesicht, und wenn die Haare dann noch unter einer eng anliegenden Mütze verschwinden, gucke ich wie ein Pferd. Finde ich :-).

ABER - HURRA - ich habe nun endlich meine Mütze gefunden! Eine wunderbare, kuschelweiche, dicke und warme Mütze, die mir auch noch gefällt, wenn ich am Spiegel vorbeilaufe. Hier links könnt ihr sie sehen...





...und hier rechts auch!
Es sind nämlich eigentlich zwei, und ich habe die Idee dazu aus Boras Blog "kirschkernzeit" (von hier).

(DANKE VIELMALS, LIEBE BORA!)

Ich hatte zwei Knäuel Wolle von der gleichen Art, aber in verschiedenen Farbverläufen ("cinque" von lana grossa).
Wie bei Bora gelernt strickte ich erst eine Mütze, fasste dann die untere Bündchenreihe auf und strickte eine zweite Mütze direkt an die erste dran.



Das sah dann so aus:



Nun kann man die eine in die andere Hälfte hineinstülpen - oder umgekehrt - und hat also eine Wendemütze, die schön voluminös und weich ums Gesicht liegt und die so dick ist, dass sie auch dem stärksten Frostwind standhält.


Weil sie mir so gut gefällt, setze ich sie zur Zeit immer auf (auch wenn es nicht unbedingt nötig wäre) und fange dann drunter an zu schwitzen... aber egal! Wenn schon Mütze, dann richtig!!



Kommentare:

  1. So so, wie ein Pferd guckst Du also ;-)... Die Mütze sieht schön weich und warm aus - und sieht zu dem oberen Drittel Deines Gesichtes schon mal sehr gut aus.

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  2. Super-tolle Mütze! Ich muß gestehen, daß ich auch kein Mützenkopf habe und mein Zopf nirgendwo drunter passt, also sehe ich auch immer etwas deppert aus. Naja, das soll wohl so sein : )
    Aber ein warmer Kopf beim morgendlichen Spaziergang ist doch etwas sehr - SEHR schönes! LG Tinki

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  3. Hej Brigitte,
    ich sehe in Mützen auch immer zu .... aus. Bisher habe ich nicht versucht mir selbst eine zu stricken und habe das Volumen mit einem passenden Stirnband zusätzlich über dem Rand wett gemacht. Aber die Mütze-in-Mütze ist eine tolle Idee und kommt auf meine to-do-Liste.

    Liebe Grüße
    Beate

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  4. Ich habe gerade eine Mütze für jemanden fertiggestellt, die eigentlich keine trägt. Wohl aus dem gleichen Grund wie du. Daher bin ich sehr gespannt.
    Wie schön, dass du nun eine für dich hast, worin du dich wohl fühlst. Sie sieht toll aus, kannst du dir nun aussuchen, welche Farbe du trägst?
    Ich mochte früher auch keine Mützen. Doch hier geht es nicht ohne. Und inzwischen habe ich eine kleine Sammlung. Es mussten schließlich erstmal welche ausprobiert werden, grins. Inzwischen mag ich Mützen und Hüte sehr gerne. Es war, als müsste ich mich überwinden mich mit Mütze anzusehen. Es war fast wie eine Selbstfindung.

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