Sonntag, 14. April 2013

in heaven: Was bleibt -

Noch ein Himmel.  Für KATJA.  Auch wenn schon Sonntag ist...


Die Brücke

Bald werden wir alle sterben,
alles Andenken wird dann von der Erde geschwunden sein,
und wir selbst werden für eine kleine Weile
geliebt und dann vergessen werden.
Doch die Liebe wird genug gewesen sein! 
Alle diese Regungen von Liebe kehren zurück
zu der einen, die sie entstehen ließ.
Nicht einmal eines Erinnerns bedarf die Liebe.
Da ist ein Land der Lebenden
und ein Land der Toten,
und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe -
das einzig Bleibende, der einzige Sinn. 

Thornton Wilder 

(Zitiert aus: Jörg Zink: Was bleibt, stiften die Liebenden) 

Kommentare:

  1. wie wahr:
    Die Liebe und die Erinnerung bleiben für immer.

    Dein Himmel ist der helle Wahnsinn - so toll habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen.
    herzlich Judika

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    1. Und selbst wenn mein Erinnerungsvermögen schwach wird oder versagt, bleibt die Liebe - unabhängig von meinem Zutun oder meiner Leistungsfähigkeit. Das ist für mich der befreiendste Gedanke in diesem Text. Es hängt nicht von mir ab... da ist etwas Größeres, das mich und alle meine Lieben, Lebende und Tote, umfasst.

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  2. Ein wunderschönes Bild und nachdenkliche Zeilen...
    Liebe Wochenendgrüße!

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  3. Antworten
    1. Trollblume und verfuchst...: Danke für eure lieben Worte! Ich freue mich sehr, zu erfahren, wer hier so mitliest oder hereinschaut, und tue desgleichen dann auch bei euch - und habe so wieder zwei schöne und inspirierende Blogs entdeckt!!
      Alles Gute!
      Brigitte

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  4. Ich noch mal ganz kurz, heute bin ich müde. Ich war heute zum ersten Mal im Garten und morgen geht´s ziemlich früh raus.
    Dein Himmelbild hüpft mir fast durch den Bildschirm und die Gedanken darunter sind wunderbar, so schnell ich noch etwas erfasse. Der kommt noch in meine Sammlung.
    Liebste Grüße, Roswitha

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  5. Der letzte Teil des Gedichtes...

    Da ist ein Land der Lebenden
    und ein Land der Toten,
    und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe -
    das einzig Bleibende, der einzige Sinn

    (Das Gedicht ist aus dem buch: Die Brücke von San Luis Rey (Originaltitel: The Bridge of San Luis Rey) war Thornton Wilders zweiter Roman )

    .....ist eines meiner Lieblingszeilen, die ich gerne in Knondolenzbriefen mit verarbeite.
    Sie haben mir damals beim Tod meines Vaters Trost gegeben.

    Das Foto des Himmels ist beindruckend schön.

    Liebe Grüße Ute

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    1. Liebe Ute,
      das ist mir sehr interessant, was du schreibst. Ich habe diesen Text nämlich als Zitat in einem anderen Buch entdeckt ("Was bleibt, stiften die Liebenden" von Jörg Zink), und mich hat damals die fünfte Zeile förmlich angesprungen, weil kurz zuvor ein sehr guter Freund gestorben war, den ich schon längst wieder einmal hätte besuchen wollen, es aber immer wieder verschoben habe. Die Zeile und das ganze Gedicht hat mich damals "gerettet". Als ich es nun hier hereinschrieb, habe ich wegen einer Überschrift danach gegoogelt, fand aber nur diesen Romantitel, den du erwähnst, und schrieb dann eben "Die Brücke" drüber, ohne aber zu wissen, ob der Text wirklich aus dem Buch stammt.
      Das Buch werde ich lesen, und dir danke ich für deine lieben und informativen Zeilen!
      Brigitte

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    2. Schon gut liebe Brigitte---gern geschehen.:)
      Liebe Grüße zurück
      Ute

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  6. Vielen Dank auch für diesen traumhaft schönen Himmel.

    Lieber Gruß,
    Katja

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