Donnerstag, 31. Juli 2014

Nicht mehr viel los hier...

...leider, aber anderes hat gerade Vorfahrt, denn es gibt vieles vorzubereiten. Die nächsten vier Tage werde ich trommelnd und singend verbringen: zuerst bei einem Trommelwochenende mit einer  Gruppe, in der Schwester und Schwager mitspielen (ich als Totalanfänger auf diesem Gebiet, aber so etwas wollte ich schon sooo lange einmal machen!). Am Sonntag geht es dann weiter mit Chorprobe und Konzert in Tübingen (Gesprächskonzert "Lieder und Tänze des 16.Jahrhunderts", 18.00 Uhr in der Jakobuskirche - falls jemand in der Nähe wohnen sollte...). Ein total schönes Programm, auf das ich mich sehr freue!


Altes Kirchlein in der Nähe von Udvarhely/Odorhellen/Odorheiu Secuiesc (Rumänien)

Und zwei  Tage später geht's  ab in den Urlaub,  wieder mal nach Siebenbürgen,
denn meine Schwiegermutter feiert ihren 90. Geburtstag. Alle drei Söhne kommen vorher nach Hause, zwei fahren dann mit uns, der dritte ist Betreuer bei einem Zeltlager für kleine Jungs - nun, ich werde die zwei Tage wohl im Kampf mit Wäschebergen verbringen... nachdem ich die letzten Tage im Kampf mit Terminen, Planungen und Telefonaten (Hundepension! u.v.m.) sowie mit Gartenarbeit und dem Verarbeiten von Zucchini verbracht habe (die Dinger wachsen schneller nach als man sie aufessen kann, vor allem wenn Mann und Sohn außer Landes sind und deshalb als Mitesser ausfallen...).

Auch der Mangold wächst reichlich,   deshalb möchte
ich heute noch zeigen, wie ich ihm zu Leibe gerückt bin. Zwei Rezepte, beide kindertauglich, da nicht im entferntesten "spinatartig"!

Erstens: Bietigheimer Laubfrösche
(Unter diesem Namen habe ich das Rezept in einem Buch mit schwäbischen Spezialitäten gefunden. Man kann natürlich statt Bietigheim am Neckar jeden anderen Ort einsetzen - Frösche gibt es schließlich überall).
Die Fotos dürften weitestgehend selbsterklärend sein:



Eine Hackfleischfüllung machen (Vegetarier haben da sicher ihre erprobte Alternative ohne Fleisch) und in die - vorher mit kochendem Wasser kurz blanchierten - Mangoldblätter (evtl. auch zwei aufeinandergelegt) einwickeln.


Mit Spießchen zustecken (muss nicht sein, ich finde es sicherer) und rundherum anbraten.


Brühe angießen und die Laubfrösche zugedeckt in ca. 20 Minuten gar schmoren.


Schmorflüssigkeit mit Sahne und Mehl (oder wie immer ihr das macht) andicken, abschmecken und über die Laubfrösche gießen.
Spießchen entfernen ;-) und genießen. 
Ich habe natürlich nicht alle 16 Laubfrösche alleine gegessen, mein Vater hat geholfen und der Rest wurde eingefroren.
 
* * * 
Zweitens:  Rohgedämpfte Kartöffelchen mit Mangold
Ein Turbogericht für die schnelle Küche...


 ...das sogar dann noch schnell geht, wenn man, wie ich, erst noch die Kartoffeln aus dem Boden buddeln muss darf.   :-)



Kartoffeln schälen, in Würfelchen schneiden, salzen und mit wenig Fett und Wasser (3-4 Esslöffel) zugedeckt dämpfen. Zwischendurch umwenden und nach Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Wenn die Kartoffeln halb gar sind, den geschnittenen Mangold samt den kleingeschnittenen Stielen dazugeben, würzen mit Pfeffer, Paprika, wenn man mag auch Kräutern... oder wie ich mit einer Würzmischung für Bratkartoffeln. Zum Schluss evtl. noch mit etwas Butter und ohne Deckel anbraten.

Mit Spiegelei oder Bratwurst oder Schafkäse - oder was immer man sonst dazu mag - servieren. Ein Tomatensalat ergänzt das einfache Essen aufs beste.

Samstag, 26. Juli 2014

In heaven: Von West nach Ost


Wer hat eigentlich bestimmt, dass das Abendrot immer nur dem Westen vorbehalten bleibt?
Diese Woche wollte der Osten auch mal etwas davon abhaben.

 
Während im Westen die untergehende Sonne wieder einmal die Abendwolken zum Glühen brachte (siehe erstes Bild), leuchtete im Südosten ein Abglanz der himmlischen Herrlichkeit in einem zarten Grau-Rosa, das mir fast noch besser gefiel!


Samstag ist in heaven - Tag bei der Raumfee.

Sonntag, 20. Juli 2014

Sonntagsfreuden...


Bei strahlendem Sonnenschein eine Fahrt über den Bodensee -
 

- von Meersburg nach Konstanz -
 

- Himmelfarbe -
 

- Wasserfarbe -
 

Von der Hochzeit, bei der wir eingeladen waren, zeige ich hier keine Bilder, aber gerne von der Uferpromenade am See-Rhein, an der unser Hotel lag - 

 
- von einem abendlichen Bummel durch die Altstadt -




 - vom Fluss im schwindenden Licht -



- von meinen müden Füßen im Hotellift -    :-)
 

- und schließlich vom Rheinufer anderntags, wo ich noch vor dem Frühstück ein morgenfrisches Bad nahm - so könnte von mir aus jeder Tag beginnen...!
 



Schnell noch zu Maria damit, bevor es zu spät ist für die Sonntagsfreuden!

Donnerstag, 17. Juli 2014

orthographisch einerlei




Die Möwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.

Ich schieße keine Möwe tot,
Ich laß sie lieber leben –
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.

O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Sofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.

                                                                    Christian Morgenstern

(Ob man sie nun mit einem oder mit zwei m schreibt, dürfte dieser Möwe im Stralsunder Hafen ziemlich egal sein...)

Montag, 14. Juli 2014

Landeanflug


Welcher Flughafen wird denn hier angeflogen??


Meer und Küste, Inseln, Inselchen, ein See... 



Von wegen - alles nur eine Vorspiegelung falscher Tatsachen. In Wahrheit handelt es sich um ein weiteres Spiel des Wassers mit dem Bild eines Hauses am Hafen von Stralsund (aufgenommen bei dieser Reise).

Sonntag, 13. Juli 2014

Sonntagsfreuden: Marmelade, noch warm.


Erdbeeren und Johannisbeeren, frisch eingekocht, in Gläser gefüllt - und dann den Marmeladenkochtopf mit einem Stück Brot ausputzen:  mmmmhhh....!
(Eigentlich geht sowas gar nicht ohne Beteiligung meines Jüngsten, der aber heute nicht zu Hause war - so kam diese fruchtigsüße Sonntagsfreude diesmal zur Gänze der Köchin zugute).   :-)

Sonntagsfreuden nach einer Idee von Maria.

Samstag, 12. Juli 2014

in heaven: wassergespiegelt


 Blauer Sommerhimmel, gespiegelt in Stralsunder Hafenwasser.

In heaven - immer samstags bei der Raumfee.



Mittwoch, 9. Juli 2014

Hübsche Jungfer


Wenn man nach einem Umzug beginnt, sich mit dem neuen Drumherum, sprich Garten, zu beschäftigen, dann ist das fast, als lerne man eine kleine neue Welt kennen. So ging es mir hier auch, und es war und ist eine interessante Entdeckungsreise. Der Boden ist anders: nachdem wir vorher lockeren Flusstalboden mit vielen Steinen hatten, wo sich in jeder Handvoll Erde drei Regenwürmer kringelten, sehen wir uns nun einem schweren, vollkommen steinfreien und ziemlich fruchtbaren Lehmboden gegenüber, der bei Trockenheit allerdings steinhart wird und wo man die paar Würmer, die man zu Gesicht bekommt, fast schon mit Namen kennt.


Natürlich wachsen auf diesem anderen Boden auch andere Pflanzen, seien es nun (Un)kräuter oder andere wildwachsende und sich immer neu aussamende Gartenbewohner. Ein solches Pflänzchen habe ich im vorigen Garten einmal versucht aus Samen zu ziehen - vergeblich.  Hier hingegen wächst es wie Unkraut.  Es handelt sich um diese liebreizende kleine Blume:


Sie ist keine elegante Königin wie die Rose, keine steife Hofdame wie die Nelke und keine feurige Flamencoschönheit wie die Gladiole. Sie ist ein prinzessinnenhaft zart wirkendes Wesen mit der Robustheit und Bodenständigkeit eines Landmädchens. Und das drückt sich auch in ihrem Namen aus:  
       
Jungfer im Grünen
(Nigella damascena)


Es gibt sie in auch in Rosa, am häufigsten jedoch in Blau. In meinem Garten wächst sie nur in Weiß, sowohl mit einfachen als auch mit gefüllten Blüten. In früheren Jahrhunderten war sie als Gartenblume sehr beliebt, dann kam sie aus der Mode und war in den letzten hundert Jahren nur noch in den Bauerngärten zu finden. Heute freuen wir uns wieder über solche "altmodischen" Schönheiten mit ihrer romantischen Anmut und ihrem Großmutter-Flair.
Was mir außer der schönen Blüte an dieser Pflanze so überaus gut gefällt, das ist ihre dekorative Verwandlung im Reifeprozess. Schon die Knospe hat etwas interessant Distelhaftes:


Und nach der Blüte hängen dann nicht nur ein paar traurige welke Reste herum, sondern es entwickelt sich sofort eine ballonartige Samenkapsel, die sehr attraktiv aussieht und sich wunderbar für winterliche Trockensträuße eignet.








Ich finde sie einfach toll, diese Jungfer im Grünen, die noch manche anderen Namen trägt wie z.B. Braut in Haaren, Gretl in der Stauden, Damaszener Schwarzkümmel u.a. (Wer mehr über sie wissen möchte: es gibt einen Wikipedia-Artikel dazu).

Sonntag, 6. Juli 2014

Sonntagsfreuden: Kleiner Baum - ganz groß



Im Frühling hat mein Mann auf der Ostseite von unserem Haus einen Pfirsichbaum gepflanzt. Niemand hätte im allerersten Jahr mit so etwas wie einer Ernte gerechnet. Aber das kleine Bäumchen hat sich unglaublich angestrengt, hat schön geblüht und anschließend mehr als zwanzig (!) Früchte angesetzt, von denen wir etwa die Hälfte entfernt haben. (Leider habe ich es versäumt, rechtzeitig ein Foto zu machen - inzwischen sind die meisten schon aufgegessen). Nun fallen alle paar Tage ein oder zwei kleine, wunderschön rote Pfirsiche herunter, die mein Mann  aufsammelt und voller Gärtnerfreude der Familie kredenzt. 
 


Die hübschen Früchtchen sind makellos (kein einziges wurmiges dabei) und schmecken einfach köstlich, süß und saftig - eine Wohltat im Vergleich zu den oft unreif geernteten Pfirsichen aus dem Laden. Ich selbst wäre nie auf die Idee gekommen, einen Pfirsichbaum zu pflanzen, denn in meiner unklaren Vorstellung wuchsen die nur in südlicheren Gefilden... Zum Glück hat Herr Amselgesang aus seiner Jugend etwas mehr landwirtschaftliche Erfahrung als ich Stadtpflanze und war sich sicher: "Wo Wein wächst, gedeihen auch Pfirsiche!" Wie man sieht: es stimmt - und ist eine wahre Sonntagsfreude!
 

 Sonntagsfreuden nach einer Idee von Maria (kreativberg).