Freitag, 26. Februar 2016

Pause (vorbei) :-)

"Pause": ja, das wäre eigentlich mein Blogpost vom 10. Februar gewesen:

Die nächsten Tage werde ich offline und mit ganz anderen Dingen beschäftigt sein als Wäsche waschen, Essen kochen oder auch am Laptop sitzen. Stattdessen: nette Leute treffen, interessante Vorträge hören, musikalisch-kreative Workshops besuchen und viiiel singen!
Wo?                     Hier:





Vielleicht erkennt die eine oder andere meiner Leserinnen den Kirchturm und das schöne alte Gemäuer (ich denke schon...), allen anderen verrate ich es, wenn ich zurück bin, samt ein paar weiteren Bildern dieses romantisch gelegenen Städtchens - so denn das Wetter einer Fototour günstig ist.

Ja, das schrieb ich, und dann habe ich vergessen, nach dem Planen der Veröffentlichungszeit auch auf "veröffentlichen" draufzuklicken.
Die nächsten Tage war ich dann mal weg. Hin und weg, könnte man sagen, denn die Tagung des Verbandes Evang. Kirchenmusik in Württemberg mit dem Motto "Guckt mal übern Tellerrand" war echt spannend: Ich habe etwas über das neue Studienfach "Musikdesign" an meiner alten Hochschule gelernt, in das Projekt "playingarts" reingeschnuppert und sehr viel mitgenommen aus den praktischen Einheiten zum Thema "Offenes Singen" mit einem inspirierenden Chorleiter, der bei "Europa cantat" und anderen Chorfestivals Tausende von Teilnehmern souverän und mit viel Humor zum gemeinsamen Singen von Liedern und Songs aus aller Welt anleitet (z.B. hier zu hören).

Wieder zu Hause, gab's eine Menge Termine, einen Schnupfen mit Nebenhöhlenentzündung und einen Besuch vom großen Sohn - von allem etwas sozusagen, aber nichts, was sich hier im Blog besonders interessant ausgenommen hätte.
Außerdem hatte ich keine Lust. Zum Bloggen. Das kommt vor!
Sie kommt dann aber auch wieder zurück, die Lust. Zum Glück! Und deshalb gibts heute ein paar nachträgliche Bilder (nicht viele und nicht besonders gute, denn das Wetter war grau und kalt und die Zeit zwischen all den Angeboten knapp) und ein paar Worte über einen Ort, an dem ich, wenn ich die Gelegenheit habe, immer wieder gerne ein paar Tage verbringe.





                    
Die Amanduskirche - hier einmal bei Tag und einmal bei Nacht - bildet zusammen mit dem "Stift Urach" ein schönes historisches Ensemble in diesem mittelalterlichen Städtchen Bad Urach am Fuße der Schwäbischen Alb. Das Stift wurde im 15. Jahrhundert von Graf Eberhard V. - dem (zumindest im Schwabenland) berühmten Grafen Eberhard im Bart - als Kloster gegründet. In der Reformationszeit wurden hier die ersten Bibeln in slowenischer und kroatischer Sprache gedruckt, später war in den Gebäuden ein evangelisch-theologisches Seminar untergebracht, und seit 1980 ist das Stift ein Einkehrhaus der württembergischen evang. Landeskirche.
 

Der Blick vom Marktplatz vorbei am Turm der Amanduskirche hinauf zur Ruine Hohenurach (rechts vom Turm, wenn man genau hinschaut) verlockt zum Wandern auf die Albhöhen hinauf, das Wetter war, wie gesagt, nicht verlockend.






Hier sieht man, dass auch das romantischste Städtchen heutzutage von so manchen unromantischen Lokalitäten umgeben ist...



 Beim Blick aus den Fenstern des Stifts sieht man davon aber nichts.


Ja, und jetzt geht das ganz normale Leben weiter, vielleicht um ein, zwei Ideen reicher, was man doch vielleicht auch selber mal probieren könnte - so ganz im Kleinen und mit den eigenen bescheidenen Möglichkeiten, denn das ist etwas, was ich schon immer gerne mache: Leute zum Singen zu "verführen", sie zu ermutigen und ihnen Freude an der eigenen Stimme und an den vielen schönen Liedern zu vermitteln, sei es nun ein Kirchenchor oder eine Geburtstagsgesellschaft, eine Kindergruppe oder eine sonntagmorgendlich noch etwas verschlafene Gemeinde, die erstaunt merkt, dass sie auf einmal einen dreistimmigen Kanon singt... Aha-Erlebnisse, die mir viel Freude machen. Und ein bisschen Bock auf mehr...








 

Kommentare:

  1. Was für schöne Gründe für eine Pause (abgesehen von der Nebenhöhlenentzündung natürlich). Sinnliches Erleben und Lernen und das Ganze in einer so schön gelegenen Umgebung muss einfach Freude gemacht haben. Mir gefällt das Gesangsspektrum der jungen Leute und ihre Begeisterung ist einfach ansteckend. Der Blick auf die kontrastreiche, symmetrische Anordnung der Fachwerkhäuser am Markt! Für dich schon jetzt und für deine Gemeinde wird diese Zeit wohl "Nachwirkungen" erzeugen, schön. Ein klein wenig wehmütig lese ich, vor rund einem Jahr haben mein Mann und ich uns von der Band getrennt, zu viel Performance und zu wenig mit den Menschen Musik machen. Aber wer weiß schon, was sich noch alles ergeben wird. Dir jetzt eine gute Zeit beim Verarbeiten und Planen und ganz lieben Gruß, Birgit

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Gute Performance ist ja auch was Tolles! Aber mir geht es auch so: je älter ich werde, desto wichtiger werden mir die Mitmach-Angebote, vor allem die "niederschwelligen".

      Löschen
  2. Ein paar Tage sich nur auf etwas Schönes, auf etwas, das einem Spaß macht, konzentrieren zu können, baut einen für eine ganze Weile auf. Ich kenne das von meinen Bällen. Man rennt von Workshop zu Workshop, hat kaum eine Pause, fällt todmüde ins Bett und hat trotzdem Kraft für viele Wochen getankt.
    Für Deine Erkältung wünsche ich Dir gute Besserung
    Lieben Gruß und ein schönes Wochenende
    Katala

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau so ist es (aber erklärst du mir die "Bälle"? Ich bin ja erst seit kurzem "bei dir").
      Und die Erkältung hat sich inzwischen verkrümelt.

      Löschen
  3. Ein eindrucksvoller Ort, den du fotografisch unabhängig von den Lichtverhältnissen eingefangen hast. Und das Singen scheint ja wirklich glücklich zu machen.
    LG, Marion

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die einen macht das Filzen glücklich, die anderen das Singen... ;-)
      Aber ehrlich, wenn ich bildnerisch so schöpferisch wäre wie du, würde mich das auch sehr glücklich machen!

      Löschen
  4. Habe noch nicht alles gelesen, aber beim "Offenen Singen" musste ich jetzt erstmal rein hören. Gefällt mir.
    Nächstes Wochenende gehe ich auch zum Singen -Frau Höpker bittet zum Gesang- Ich singe gerne, kann es aber nicht. Ist auch keine Voraussetzung. Mit zwei Freundinnen gehe ich dort hin. Bin mal gespannt.
    Liebe Grüße
    (jetzt lese ich erstmal deinen Eintrag weiter:)
    Birgit

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich musste jetzt erst mal Frau Höpker googeln - klingt temperamentvoll und sehr unterhaltsam! Mein "Test" für eine gute Chorprobe / Singstunde / offenes Singen ist ja, dass es einem hinterher besser geht als vorher, bzw. dass man vielleicht müde hingeht, aber wach und munter rauskommt... das scheint hier so zu sein.
      Viel Spaß dann!
      Brigitte

      Löschen
  5. O ja, Singen...., schön, dass du da so drin bist. Es tut so gut. Lieben Gruß Ghislana (PS: Deine selbstgewebte Hirtentasche ist toll!)

    AntwortenLöschen