Mittwoch, 4. Mai 2016

Geschafft...

...habe ich heute "wie ein Brunnenputzer" (so hieß das bei meiner Mama, wenn einer sich sehr angestrengt hat). Ich habe nämlich einen Gartenweg gebaut. Einen langen Weg längs durch die Beetflächen anstatt mehrere kürzere quer durch. Weil das weniger Platz verbraucht.





Auf einer Seite habe ich eine Beetbegrenzung aus Brettern gemacht, da die Fläche leicht abschüssig ist und ich sie etwas ausgleichen wollte, damit das Gießwasser nicht immer davonfließt.
Für den Weg habe ich alte Waschbetonplatten genommen, die zwar nicht ganz mein Schönheitsideal sind, aber so reichlich vorhanden waren, dass es unsinnig gewesen wäre, etwas Neues zu kaufen. Tja, wirklich schön sind sie nicht, dafür aber schwer, und da der Herr des Hauses bei einer Konferenz ist und der junge Herr in der Berufsschule weilte, musste die Mutter ihren Bizeps trainieren (oder was immer das ist, was man nach dem Herumschleppen von zwanzig Waschbetonplatten spürt - nein, ich glaube, es ist eher der Rücken und das Knie...). Aber ganz ehrlich: Ich wollte es so. Es befriedigt mich ungemein, wenn ich so eine Arbeit selber hinkriege, ohne nach meinen "starken Männern" zu rufen. Dafür, dass es sehr unprofessionell hingebastelt ist (ohne ordentliches Sandbett, ohne richtige Fugen), ist es ganz gut geworden, nur eine einzige Platte wackelt ein bisschen... sonst ist alles stabil.


...bin ich deshalb auch ein wenig, was mich, wie man sieht, nicht davon abhält, noch spät nachts am Laptop zu sitzen (auf dem Sofa, mit hochgelegten Beinen) und mit meinen Heldentaten anzugeben...  ;-) - aber nicht mehr lange, denn morgen ist an anderer Stelle auch noch einiges zu bewegen, und etliche Samen und Pflänzchen müssen auch noch in die Erde. Auf dass, wenn die letzten Tulpen verblüht sind, neue Blüten und neues Grün aufgehen.
Also: Feierabend! Fine! The End! Und Gute Nacht!





Kommentare:

  1. Raus in den Garten und ran an die Arbeit, haha, wie sich Leben jahreszeitgemäß ähnelt. :-) Bei mir ist heute arbeitsfrei, da der Herr des Hauses bereits rückenlädiert ist und zwei sich das in diesem Land nicht leisten können, rein medizinisch gesehen. Außerdem gibts heute was zu feiern.
    Aber zu Deiner Sekondhandidee kann ich nur gänzlich "ja" sagen. Ich persönlich hätte auch das "Alte" verwendet. Das macht mich einfach zufriedener. Die Gartenbildchen lassen Einiges erwarten, betreffen den Anbau. Schade, dass Du so weit weg wohnst. Ich hätte da ein paar Pflänzchen zum Tausch oder einfach so anzubieten. Schöne, zufriedene Gartenzeiten wünscht Dir
    Beate

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Haha, das ist die beste Ausrede ever: Ich muss mich heute schonen, mein Mann hat Rückenschmerzen! ;-)
      Aber ich vermute, du hast genug anderes zu tun, um keine Langeweile aufkommen zu lassen...!

      Löschen
    2. Ach ja, und fröhliches Feiern! :-)

      Löschen
  2. Ein schönes Gefühl, wenn man so etwas geschafft hat. Und dein Weg ist toll geworden. Bewundert hab ich auch die filigranen Tulpenkunstwerke.
    LG und gute Erholung für Rücken und Bizeps!
    Marion

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die weiße Tulpe mit dem rosa "Hauch" finde ich so schön! Leider gibt es nur zwei davon im Garten...

      Löschen
  3. Liebe Brigitte,
    du kannst wahrlich stolz auf dich sein. Als wir herzogen habe ich einen Bereich vor zwei Fenstern mit selbst gesammelten Natursteinen von Feldrändern (mit Erlaubnis der jeweiligen Bauern)gepflastert. Da gab es auch kein Sand-Kies-Bett und weiß nicht was. Hält alles bis zum heutigen Tage.Betonsteinplatten gibt es auch bei uns im Garten. Auch nicht mein Schönheitsideal. Abernoch weniger mag ich es, wenn ich in nahezu jedem Garten auf die immer gleichen Materialien treffe. Alles gute für deinen geschundenen Körper. Wenn ich wieder fit in, wartet auch noch eine größere Aufgabe auf mich. Liebe Grüße und paß auf bei weiteren "Brunnenputzern".

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Feldsteine - sehr schön! War mir für diesen Gemüsegartenweg aber zu aufwendig, und praktisch sind die alten Platten ja.
      Pass gut auf dich auf (von wegen "größere Aufgaben")!

      Löschen
  4. Dein Weg ist zweckmäßig, er ist aus vorhandenen Materialien, er ist selbstgemacht und mit der Zeit bekommen auch Betonplatten eine Patina.
    Das hast du sehr gut gemacht. Und vor allem komplett selbst. LG Gitta

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Patina" hatten die alten Platten schon reichlich, ich musste sie eher abkratzen... :-)

      Löschen
  5. Das Ausruhen nach getaner Arbeit ist wohltuend und macht so zufrieden, das empfinde ich auch jedesmal. Und deiner Mutter hast du sicher eine Riesenfreude gemacht, in zweierlei Hinsicht. Die alten Waschbetonplatten finde ich passend (ich kann mich erinnern, bei meinen Tanten im Garten....irgendwie in fast allen Gärten, die ich kenne gibt es Waschbetonplatten-Wege).
    Deine Tulpen sind toll, habe diese Blume erst die letzten Jahre zu schätzen gelernt. Es stimmt, schön wäre es , wenn die Strecken zwischen hier und da und dort nicht so weit wären. Lass es dir gutgehen und bis bald, Birgit

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Waschbeton war in den Sechzigern groß in Mode, mein Papa hat alle Wege ums Haus herum und die Treppe damit gemacht. Inzwischen schätzen wir wieder natürlicher wirkende Materialien - aber zumindest ist Beton ja auch aus Naturmaterial hergestellt, insofern geht es in Ordnung.

      Löschen
  6. puh, da hast du dich aber ordentlich ins zeug gelegt! von solchen arbeiten kann ich zur zeit nur träumen (hab aber zum glück keine albträume! *hihi*). dass du das alles ganz allein hingekriegt hast - darauf kannst du wirklich stolz sein.
    lieben gruß, susi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bin ich auch - mach ich aber so rasch nicht wieder. Die nächsten Steine schleppt der Filius! :-)

      Löschen
  7. Die Idee mit den alten Platten gefällt mir. Das war sicher eine schöne Schufterei. Aber man fühlt sich danach gleich sehr zufrieden - auch wenn der eine oder andere Muskel schmerzt.
    Lieben Gruß
    Katala

    AntwortenLöschen
  8. Herrlich, das alte, aus der früheren Stuttgarter Zeit bekannte Wort: Brunnenputzer. Es heißt auf schwäbisch - i han geschafft wie en Bronneputzer.
    Schee hoscht des gemacht, richtig und selbst, das erhebt einen dann manchmal, trotz der Schmerzen.
    Liebe Grüße
    Hanne

    AntwortenLöschen
  9. Wow..., ich bin ja froh, dass ich dann meinen Sohn bitten kann. Während des Hausbaus vor über 30 Jahren habe ich sooooooviel geschleppt, dass ich mich heute frage, wie ich das geschafft habe. Die großen Feldsteine kriege ich jedenfalls heute nicht mehr bewegt... Aber ich verwende auch gern alte Materialien. Lieben Gruß Ghislana

    AntwortenLöschen
  10. Oh, Du bist fleissig gewesen, sehr sogar!
    Ich wünsch Dir einen schönen Muttertag
    liebe Grüsse
    Elisabeth

    AntwortenLöschen