Sonntag, 5. August 2012

Statt "Sonntagsfreuden": Ein Sommergedicht

Urlaub vom Alltag - und eigentlich auch Urlaub vom Blogschreiben. 
Weil ich doch aber gerade erst damit angefangen habe, mag ich nicht schon wieder für drei ganze Wochen damit aufhören. Da wir jedoch an unserem Urlaubsort  weder Computer noch Internet haben (was ja auch ein Segen ist) und ich inzwischen entdeckt habe, dass man Blogeinträge auch vorprogrammieren kann, werden hier anstelle der sonstigen "Sonntagsfreuden" zwei Sonntage lang sommerliche Gedichte stehen - wie ich hoffe, zur Freude der einen oder anderen Leserin.
  Allen, die ab und zu hier hereinschauen, wünsche ich eine sonnendurchglühte, regenerfrischte, morgenkühle, sommerabendlaue Zeit mit viel Raum für das, was gut tut.


Windgeschenke

Die Luft ein Archipel
von Duftinseln.
Schwaden von Lindenblüten
und sonnigem Heu,
süß vertraut,
stehen und warten auf mich
als umhüllten mich Tücher,
von lange her
aus sanftem Zuhaus
von der Mutter gewoben.

Ich bin wie im Traum
und kann den Windgeschenken
kaum glauben.
Wolken von Zärtlichkeit
fangen mich ein, 
und das Glück beißt
seinen kleinen Zahn
in mein Herz. 

Hilde Domin

Kommentare:

  1. Urlaub gehört dazu, und Tage ohne Computer auch. Schön, dass es (dank moderner Technik ;-) )trotzdem ein bisschen etwas Neues bei Dir zu lesen gibt. Und in der Zwischenzeit erhol Dich gut, lass es Dir gut gehen. Alles Liebe, Martina :-)

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  2. Das ist ja eine Überraschung.
    Wie Du so schön schreibst, nehme ich mir gerade mehr Raum für das was gut tut.
    Danke für das Foto und Gedicht.
    Bis bald, Roswitha.

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  3. Hilde Domin ist einfach eine begnadete Wortfinderin, immer wieder... danke für diese wunderbaren Worte! Alles Liebe. maria

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