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Sonntag, 9. September 2018
Sonntagsfreude: Mann kann's!
...und zwar der junge Mann hier im Hause. Erst hat er Dinkelbrot gebacken, mit einer Backmischung, aber die war "Bio" und ohne besondere Zusätze, und da wird das Brot auch nicht irgendwie von selber gut, sondern nur, wenn man ausgiebig knetet. Und das tut er mit Muskelschmalz und Hingabe und richtig lange (nicht wie die Mama, die nach fünf Minuten schlappmacht...).
Und weil er noch nicht genug hatte, machte er kurzerhand Zwiebelkuchen zum Abendessen, nach einem Rezept aus dem Internet (mit Kochbüchern fängt diese Generation nicht so viel an, das wird schnell gegoogelt). Es war dann auch nicht der klassische schwäbische Zwiebelkuchen, sondern eher eine Art flache Pizza, aber zum ersten Federweißen der Saison schmeckte es ganz prima.
Ich finde es einfach total schön und genieße es immer sehr, wenn die Jungs Spaß daran haben, in der Küche zu experimentieren und ihre Eltern zu bekochen. Außerdem muss man sich dann keine Sorgen machen, dass sie sich später nur von Fastfood oder Fertiggerichten ernähren.
Eine Sonntagsfreude, die durch den Magen ging.
Sonntag, 11. März 2018
kochen, stricken, backen...
Nun, der Eindruck trügt natürlich. Diese waaahnsinnig leckeren Zimtschnecken hier habe ich genausowenig selber gemacht wie das Ofengemüse von neulich. Das macht hier alles der Sohn. Immer mal wieder. ;) Nur das Stricken nimmt er mir nicht ab - obwohl: in der vierten Klasse hat er mir tatsächlich mal einen kleinen Loopschal gestrickt. Da war er in der Projektwoche in eine Strickgruppe geraten, als einziger Junge... er blieb ganz cool und zu Weihnachten bekam ich ein kuscheliges blaues Teil, mit dicken Nadeln gestrickt und bis heute mein liebster nächtlicher Halswärmer, ohne den ich im Winter nicht einschlafen kann.
Aber zurück zum Thema:
Ich habe ja selber schon oft Zimtschnecken gebacken, nach der üblichen Methode: Hefeteig ausgewellt und mit einer Mischung aus flüssiger Butter, Zucker und Zimt bestrichen. Sie waren immer ratzfatz aufgegessen und also gewiss nicht schlecht. Aber der Filius fand sie immer etwas zu trocken - eben nicht wie die bei Ikea. Also wurde nachgeforscht - erfolgreich! Bitteschön: das original Kaneelbullar-Zimtschnecken-Rezept vom Möbelhaus, hier zu finden.
Die entscheidende Zutat für den Unterschied bei der Füllung ist (nie wäre ich darauf gekommen, weil man es nicht herausschmeckt): Marzipanrohmasse. Dadurch wird das Ganze cremig und saftig. Außerdem muss ich zugeben, dass der Sohn einfach mehr Geduld hat als die Mama und den Teig wirklich zehn Minuten lang knetet...
Er hat beim ersten Mal nur die halbe Menge vom Rezept genommen, aber inzwischen machen wir immer die Originalmenge mit 1 kg Mehl (gibt zwei Bleche voll) - erstens weil die Hälfte davon gleich noch warm weggeputzt wird, und zweitens, weil sie sich wunderbar einfrieren lassen und aufgetaut und auf dem Toaster oder im Ofen kurz angewärmt (fast) wie frisch gebacken schmecken. Fluffig, saftig, zimtig...
Suchtfaktor: 100%. Empfehlung: Backen! Am besten gleich morgen... und übermorgen... und überübermorgen... :D
Wichtig: wirklich dieses Rezept aus der PDF nehmen und nicht das von der Ikea-homepage, das ist nämlich merkwürdigerweise anders.
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