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Mittwoch, 6. Juni 2018

Nur kurz...

...wirklich nur ganz kurz (es ist schon spät...) will ich mich zurückmelden. Eine Woche Urlaub liegt nun auch schon wieder drei Tage hinter mir, und ich bin noch nicht zum Fotos auswählen und Berichten gekommen - nachdem eine fiese Erkältung (von der allgegenwärtigen aircondition in Bussen, Flughäfen und -zeugen und ICE's) mich erstmal zwei Tage lahmgelegt hatte, war heute Wäschewaschen und Gartenarbeit dran.
Aber ein paar erste Bilder will ich doch einstellen, damit hier endlich wieder was anderes zu sehen ist als das alte DSGVO-Posting.
Wir waren ganz weit weg (für unsere sonstigen Urlaubsverhältnisse), nämlich hier:






Wo war das wohl?? - nein, nicht Griechenland, trotz der griechischen Flagge. 
Im nördlichen Teil dieses Landes weht nämlich eine ganz andere Flagge...


 ...die aber auch nicht die eigentliche, offizielle Landesflagge ist.

Ziemlich kompliziert ist das hier auf dieser Insel im Mittelmeer, und inzwischen habt ihr vielleicht schon erraten, um welche es sich handelt:


Wir waren auf Zypern, mit einer Gruppen - Studienreise, und mir schwirrt immer noch der Kopf von allem, was wir gesehen und gehört haben. Wenn ich das in der nächsten Zeit einigermaßen sortiert bekomme, werde ich gerne noch einiges erzählen. Jedenfalls war es himmlisch, morgens früh und abends, nach einem heißen und dicht gefüllten Tag, ins blaue und angenehm temperierte Mittelmeer zu hüpfen und den Schweiß des Tages abzuspülen. 
(Und von wegen Hitze: hier zu Hause ist es zur Zeit sogar noch einen Tick  wärmer als in Zypern, und das ohne die leichte Brise vom Meer, welche die Hitze dort recht erträglich machte...)
 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Einfach Bilder

...mal ohne viele Worte, die es ja auch gar nicht unbedingt braucht bei so schönem Herbstlicht und Wassergespiegel, Himmelblau und Blättergoldrot: Bilder von einer wunderbaren Oktoberwoche am Neuchâteler See.

Am Anfang wie immer eine Wanderung durch die wildromantische Areuse-Schlucht:







Blätterzauber im Vergehen...






In der klaren Herbstluft reicht die Sicht bis zum Berner Oberland - voilà: Eiger, Mönch und Jungfrau überm blauen See.



Starenschwärme über dem Jura.
 


 Dahlien - en gros und en detail.



Teepause und Schattenspiele im Garten.




 Der Hof in Grandchamp mit dem Brunnen und diesem wundervollen Hausbaum.




Und schließlich, auf der Heimfahrt aus dem Zugfenster geknipst, der Rheinfall.



Der Oktober ist doch einfach der schönste Monat (wenn man mal alle anderen beiseitelässt...)!   ;-)

Donnerstag, 22. Juni 2017

Sommerzeit, daheim und anderswo



Sommerzeit ist Draußenzeit, Freibadzeit, Radfahrzeit, Ausflugszeit, Drinnenzeit (wenn es draußen zu heiß wird), Eis-Schleck-Zeit, Helle-Abende-Zeit, GARTENZEIT... sie ist alles mögliche, aber eines ist sie nicht (jedenfalls nicht bei mir): Bloggerzeit.
Der Garten braucht gerade viel von meiner Zeit, auch weil neben dem üblichen Gießen, Jäten und Ernten so vieles danach schreit, in Ordnung gebracht zu werden: Efeuranken kriechen überall an Mauern und Sträuchern hoch und bilden an manchen Stellen dichte Teppiche, so manches Gebüsch, das mein Vater in großer Zahl gepflanzt hat, artet schon seit längerem - im Verbund mit Unkraut und wilden Schößlingen aller Art - in Gestrüpp aus und müsste eigentlich fachmännisch gerodet werden, anstatt es nur immer wieder zurückzuschneiden, worauf es nur umso wilder wuchert (Kirschlorbeer, Mahonie, und am schlimmsten ist etwas Niedriges, Kratziges, das sich unaufhaltsam über Ausläufer ausbreitet und dessen Namen ich nicht kenne)...
Aber die Bloggerei liegt nicht bloß aus Zeitmangel brach, sondern auch weil ich einfach keine Lust auf lange Computersitzungen habe. An einigen meiner Lieblingsblogs sehe ich, dass es vielen von euch ähnlich geht - lange Pausen zwischen den Posts, die mit Garten, Kindern, Ausflügen oder Hundewelpen (;-)) sicher gut gefüllt sind.
Eine willkommene Unterbrechung der heimatlichen Sommerarbeiten war für uns hier ein Dreitage-Ausflug nach Jena. Der große Sohn studiert dort schon im zweiten Master-Semester, und es wurde höchste Zeit, ihn einmal zu besuchen, zumal ich diese Stadt bis vor kurzem noch nicht gesehen hatte.
Wir hatten zwei gut gefüllte, interessante, wunderschöne Tage zusammen! Der Filius hatte sich die Zeit freigehalten und zeigte uns am ersten Tag Weimar und am zweiten Jena. Er machte seine Sache als Stadtführer richtig gut, und das Bummeln und Schauen und Pausemachen und Zusammensein war einfach herrlich!

Weimar - das heißt auch Goethe. Und sein Haus am Frauenplan mit den vielen antiken Kunstschätzen zu durchwandern ist interessant und ein bisschen labyrinthisch.
 


 Und wo Goethe ist, da ist natürlich auch mein Landsmann Friedrich Schiller nicht weit.


 Mitten in der Stadt liegt der weitläufige Park an der Ilm...
 ...und mitten im Park Goethes Gartenhaus mit einer Fülle der verschiedensten Pflanzen drumherum.

Im Reformationsjahr 2017 darf natürlich auch dieser streitbare Herr nicht fehlen.

 Diese Kirche gefiel mir ausnehmend gut: Stadtkirche St. Peter und Paul.

 Und nochmal Goethe...

In der Kirche sind viele Grabmäler, auch das von Joh. Gottfried Herder mit seinem Siegel drauf. Nicht der schlechteste Wahlspruch, finde ich.

Die vielen Mansardendächer überall wirken stimmungsvoll und freundlich, ebenso die Pferdedroschken, mit der man die Stadtbesichtigung fortsetzen kann, wenn einem die Füße zu müde werden (haben wir aber nicht gemacht).


Sehr genossen habe ich diese beiden hübschen, fein hergerichteten, aber nicht optisch "zu Tode sanierten" Städte: Jena hat viel Studenten-Flair, und Weimar macht trotz aller historischen Bedeutsamkeit und der vielen Denkmäler nicht den Eindruck, dass die Touristen hier das Wichtigste wären. In beiden Städten könnte ich mir gut vorstellen, auch im Stadtzentrum zu wohnen: es gibt viele verkehrsfreie Zonen und weiträumige Plätze, man kann stundenlang herumlaufen in den belebten Straßen und Gassen und kommt immer wieder an netten  Ecken und Winkeln vorbei. Und bei der unglaublichen Fülle an Straßencafés und gemütlichen kleinen Restaurants fällt die Auswahl echt schwer (gut, wenn der Sohn sich auskennt!).

 Während wir gemütlich bummeln, verschönert diese fleißige Dame das Weimarer Stadtbild

Und jetzt noch ein bisschen Jena: 
Mitten in der Altstadt steht wie ein Objekt von einem anderen Stern der Jentower. Eigentlich müsste man so was ja schrecklich finden und "Bausünde" schreien, aber ich fand ihn auf den ersten Blick toll und war je länger, je mehr überzeugt, dass genau dieser gigantische Fremdkörper im historischen Stadtbild einen genialen Kontrapunkt zu all dem sorgfältig Restaurierten bildet. Haltet mich für verrückt, aber ich finde das geringelte Ding schön!





 Mittagspause im Innenhof der Universität, mit Blick auf diesen u(h)rigen Turm.

Und gleich um die Ecke: der Botanische Garten. Ein Paradies... in das Studenten übrigens freien Eintritt haben.



So sieht ein Ginkgo-Baum aus, wenn er alt genug und von Dichterhand gepflanzt wird (ich habe natürlich ein Blatt mitgehen lassen):



Blick aus einem kleinen Studentencafé in den Hinterhof, durch bunte Blumen am Gitter entlang ebenfalls ziemlich paradiesisch.

Hier komme ich auf jeden Fall bald wieder her! Es gibt noch viel zu entdecken, und die Umgebung ist herrlich zum Wandern, was wegen der Hitze jetzt nur eingeschränkt möglich war.