..Scheiden tut weh - aber nein, eigentlich tut es
mir gar nicht weh, das Scheiden vom (Hoch-)Sommer! Wirklich
nicht, denn in der glühenden Sommersonne, an Tagen, wo selbst der Wind aus dem Föhn zu kommen scheint, fühle ich mich immer
ein bisschen wie ein Grillhähnchen. Wogegen die warme, sanft leuchtende Spätsommersonne meine Haut streichelt, meine Augen nicht blendet und der Luft ihre wohltuende
Frische lässt. So darf es jetzt gerne ganz lange bleiben!
Was mir aber immer ein bisschen weh tut, das ist das Scheiden vom Freibad!
Am Abend eines heißen Tages schwimmen zu gehen ist für mich der ultimative Sommergenuss, und ich mag unser Freibad mit seinem schönen alten Baumbestand sehr, sehr gern. Hier haben wir als Kinder viele Sommernachmittage verbracht, und ich bin froh, dass es (abgesehen von einigen Modernisierungen) immer noch so aussieht wie damals.
Am Sonntag abends um acht war nun Schluss für
dieses Jahr, und ich habe diesen Abend bis zur letzten Minute
ausgekostet, so dass ich am Ende tatsächlich ganz allein im Wasser war
und das ganze Schwimmbecken für mich hatte. Es war schön, in der
Dämmerung da herumzuplanschen, auf dem Rücken liegend in den dunkler
werdenden Himmel zu schauen und zum (vorerst) letzten Mal dieses Gefühl
des ruhigen Schwebens zwischen Erde und Himmel zu genießen.
Irgendwann
ging die Beleuchtung an, und dieses Nebeneinander von Abenddämmerung und Kunstlicht in dem fast
leeren Bad ergab eine so eigenartige Stimmung, dass ich versucht habe, sie mit dem Smartphone
einzufangen. Vielleicht kann man trotz der mangelhaften Bildqualität
etwas davon spüren. "A lost place" - verlassen zum Glück nur für ein
paar Monate.
P.S. Ich tu jetzt einfach so, als sei ich nicht monatelang "weg" gewesen. Ich hatte einfach keine Blog-Energie (und auch sonst nicht viel...). Der Herbst scheint mir etwas davon zurückzubringen, auch dafür bin ich ihm dankbar. :)
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Dienstag, 17. September 2019
Dienstag, 18. Juni 2019
Farbenpracht
Und gleich noch mehr Blumen: eine Farbenrausch-Fotostrecke von der Gartenschau - ohne viele Worte, einfach zum Genießen.
Erstens: Der Duftrosengarten - ein Traum! Und so lustig, wie überall die Leute in die Rosenbüsche abtauchen und schnuppern - schnuppern - schnuppern...
Zweitens: ein Farbenrausch in grün - blau - lila. Diese Farbzusammenstellung gefällt mir unglaublich gut, was mich zu viiieelen Fotos animiert hat...
Und drittens die nächtlichen Wassershows mit tanzenden Fontänen, Farben, Laserlicht und Musik, die superschön sind, sich aber nicht wirklich gut fotografieren lassen:
Ganz am Ende erstrahlen sogar die hässlichen Betonsilos hinter dem Damm noch in leuchtenden BUGA-Farben :)
Erstens: Der Duftrosengarten - ein Traum! Und so lustig, wie überall die Leute in die Rosenbüsche abtauchen und schnuppern - schnuppern - schnuppern...
Zweitens: ein Farbenrausch in grün - blau - lila. Diese Farbzusammenstellung gefällt mir unglaublich gut, was mich zu viiieelen Fotos animiert hat...
Und drittens die nächtlichen Wassershows mit tanzenden Fontänen, Farben, Laserlicht und Musik, die superschön sind, sich aber nicht wirklich gut fotografieren lassen:
Ganz am Ende erstrahlen sogar die hässlichen Betonsilos hinter dem Damm noch in leuchtenden BUGA-Farben :)
Montag, 17. Juni 2019
Sommer!
...und kaum Zeit für längere Blogposts, denn neben manch anderem belegt der stellenweise ziemlich verwilderte Garten die Morgen- oder Abendstunden (dazwischen ist es viel zu sonnig und heiß). Das liebe Unkraut begnügt sich leider nicht mit den Beeten, aus denen es relativ leicht zu entfernen ist, sondern sprießt üppig aus jeder Ecke und Ritze: außer den üblichen Verdächtigen wie Hahnenfuß, Löwenzahn, Kletten usw. auch Rucola, Eisenkraut und die hübsche Jungfer im Grünen, die alle keine Lust haben, Jahr für Jahr an ihren angestammten Plätzen zu bleiben.
Aber welch eine Sommerfreude, mit einem Fahrradkorb voller Gemüse, Kräuter und Blumen vom Gärtner zu kommen und das ein oder andere frisch gejätete Fleckchen Erde mit Blühendem und Nahrhaftem zu verschönern. Garten ist mal Last, mal Lust, aber das hier ist eindeutig der lustvolle Teil. :)
Sonntag, 7. Oktober 2018
Sonntagsfreude: Ganz schön Feige!
Als wir vor nunmehr fünf Jahren aus dem rauheren Oberschwaben hierher ins milde Neckartal mit seinem Weinbauklima gezogen waren, fielen mir in den Gärten hier und da große Feigensträucher auf, die im Herbst über und über voll mit lilablauen Früchten waren. Ich kann mich nicht erinnern, diese "Exoten" in meiner Kindheit schon gesehen zu haben. Inzwischen scheinen sie recht beliebt zu sein, vorausgesetzt der Garten ist groß genug.
Ich mag Feigen sehr gern, vor allem, wenn sie wirklich ganz reif frisch vom Baum kommen, und so rodeten wir eine Gartenecke, um unser Glück zu versuchen. Die Gärtnersfrau meinte zwar, dass die Früchte nur in langen, warmen Sommern wirklich ausreifen würden, aber in diesen Klimawandelzeiten dürfte das ja kein großes Problem sein...
Wir pflanzten also unser kleines Feigenbäumchen, und nun, im zweiten Jahr, ist es hübsch gewachsen und beschenkt uns mit genau DREI kleinen Babyfeigen! :)
Allerdings sind sie trotz des heißen Sommers noch grün, und ich bin skeptisch, ob sie es noch packen, bevor der erste Frost kommt. Das Bäumchen steht leider nicht in der vollen Sonne, ein Pfeifenstrauch daneben ist viel zu groß geworden und muss jetzt dringend gestutzt werden.
Ich habe gefuttert, soviel ich konnte, der Sohn hat seine Freunde mit Feigen-Apfel-Trauben-Obstsalat bewirtet, und mein sehr überschaubarer Vorrat an Eingekochtem ist um fünfzehn Gläser Feigenmarmelade gewachsen (stark zuckerreduziert wegen der Süße der Feigen und veredelt mit einem guten Schuss von meinem letztjährigen selbstgemachten Nusslikör... ich muss beim Marmeladekochen immer ein bisschen rumprobieren).
Das Beste kommt zum Schluss, denn niemals schmeckt ein Marmeladenbrot besser als mit dem noch warmen Rest frisch aus dem Topf bestrichen... (früher bekamen das immer die Kinder, heute belohne ich mich selbst damit)! :)
Samstag, 1. September 2018
Man muss nicht weit reisen...
...um was Schönes zu erleben. In der Nähe findet man oft ebenso schöne Ziele, ganz ohne große Reisevorbereitungen (die ich immer furchtbar anstrengend finde). Dieser Sommer war zwar wegen der Hitze nicht so wanderfreundlich, aber jetzt kann man endlich wieder einmal am frühen Nachmittag spontan losgehen, ohne Gefahr von Hitzschlag oder Sonnenstich. Das habe ich getan, bei einer kleinen 10-km-Wanderung zur Burg Guttenberg und durchs idyllische Fünfmühlental. Das Ganze bei schönstem Spätsommerwetter - blauer Himmel mit dicken weißen Wattewolken, frische Luft und angenehme Wärme. Was für ein lange entbehrter Genuss!
Durchs Fünfmühlental wollte ich schon lange mal spazieren, am Mühlbach entlang, der beim Dorf Neckarmühlbach in den Neckar mündet (toller Satz mit maximal vielen Wortwiederholungen, nicht?). Weil ich nicht gerne denselben Weg hin und zurück laufe, ging ich vom Wanderparkplatz in Bad Rappenau-Zumhof erst durch den Wald zur Burg Guttenberg und dann durchs Tal wieder zurück, wobei ich den Hinweg durch den naturbelassenen Bannwald und vorbei an einem großen alten jüdischen Friedhof eigentlich noch schöner fand als den vielbegangenen und teilweise asphaltierten Mühlentalweg.
Meine Fotos zeigen etwas von dieser schlichten Wald- und Wiesenlandschaft, nichts "Besonderes", aber in dieser ursprünglichen Form doch längst nicht mehr überall anzutreffen - und so wunderbar erholsam (die gute Waldluft muss man sich dazu vorstellen)!

Ich bin nicht an allen Mühlen vorbeigekommen, die Wanderung wird also demnächst in erweiterter Form wiederholt werden müssen. Oder dürfen. Ich freu mich drauf!
Durchs Fünfmühlental wollte ich schon lange mal spazieren, am Mühlbach entlang, der beim Dorf Neckarmühlbach in den Neckar mündet (toller Satz mit maximal vielen Wortwiederholungen, nicht?). Weil ich nicht gerne denselben Weg hin und zurück laufe, ging ich vom Wanderparkplatz in Bad Rappenau-Zumhof erst durch den Wald zur Burg Guttenberg und dann durchs Tal wieder zurück, wobei ich den Hinweg durch den naturbelassenen Bannwald und vorbei an einem großen alten jüdischen Friedhof eigentlich noch schöner fand als den vielbegangenen und teilweise asphaltierten Mühlentalweg.
Meine Fotos zeigen etwas von dieser schlichten Wald- und Wiesenlandschaft, nichts "Besonderes", aber in dieser ursprünglichen Form doch längst nicht mehr überall anzutreffen - und so wunderbar erholsam (die gute Waldluft muss man sich dazu vorstellen)!
| Nein, soo kalt war es nun auch wieder nicht... der Mühlsee war eisfrei :) |
| Sitzgelegenheit, moosgepolstert |
| Der Heinsheimer Judenfriedhof ist einer der größten in Süddeutschland und zieht sich mit seiner schönen alten Mauer weit an der Straße entlang. |
| Friedhöfe sind so - tröstlich, finde ich. Still, schön, gelassen, der Zeit enthoben. |
| Efeudetail an einer Säule |
| Auf den ersten Blick wirkt der Wald grün und frisch - bei genauerem Hinsehen entdeckt man die Folgen der Trockenheit. Der Boden ist voll dürrem Laub, schon Ende August. |
| Der würdevolle Uhu machte mir als kleines Mädchen immer großen Eindruck, wenn ich an der Hand meines Opas (der in Neckarmühlbach seine letzten Jahre vor dem Ruhestand als Pfarrer verbrachte) hier herauf spaziert war. |
| Der Abstecher zur Burgkapelle musste sein, denn hier bin ich einst von meinem Opa getauft worden. Ewig war ich nicht mehr hier... leider war die Tür verschlossen. |
| Epitaph an der Burgkapelle |
| Sehr idyllisch liegt die Schnepfenhardter Mühle, bekannt als "Mühlenschenke", im Talgrund. Hier lässt es sich gut Rast machen. Mir genügte eine Johannisbeerschorle als Erfrischung für den Rückweg. |
| Um die Sommersmühle herum entdeckt man heiteres Kunsthandwerk... |
| ...wie diese Mauerkinder... |
| ..oder freundliche farbenfrohe Gockels... |
| ...und, in natura, kontemplativ in sich ruhende Geißböcke. |
Ich bin nicht an allen Mühlen vorbeigekommen, die Wanderung wird also demnächst in erweiterter Form wiederholt werden müssen. Oder dürfen. Ich freu mich drauf!
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