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Dienstag, 18. Juni 2019

Farbenpracht

Und gleich noch mehr Blumen: eine Farbenrausch-Fotostrecke von der Gartenschau - ohne viele Worte, einfach zum Genießen.
Erstens: Der Duftrosengarten - ein Traum! Und so lustig, wie überall die Leute in die Rosenbüsche abtauchen und schnuppern - schnuppern - schnuppern...










Zweitens: ein Farbenrausch in grün - blau - lila. Diese Farbzusammenstellung gefällt mir unglaublich gut, was mich zu viiieelen Fotos animiert hat...








Und drittens die nächtlichen Wassershows mit tanzenden Fontänen, Farben, Laserlicht und Musik, die superschön sind, sich aber nicht wirklich gut fotografieren lassen:






Ganz am Ende erstrahlen sogar die hässlichen Betonsilos hinter dem Damm noch in leuchtenden BUGA-Farben :)

Montag, 17. Juni 2019

Sommer!



...und kaum Zeit für längere Blogposts, denn neben manch anderem belegt der stellenweise ziemlich verwilderte Garten die Morgen- oder Abendstunden (dazwischen ist es viel zu sonnig und heiß). Das liebe Unkraut begnügt sich leider nicht mit den Beeten, aus denen es relativ leicht zu entfernen ist, sondern sprießt üppig aus jeder Ecke und Ritze: außer den üblichen Verdächtigen wie Hahnenfuß, Löwenzahn, Kletten usw. auch Rucola, Eisenkraut und die hübsche Jungfer im Grünen, die alle keine Lust haben, Jahr für Jahr an ihren angestammten Plätzen zu bleiben. 
Aber welch eine Sommerfreude, mit einem Fahrradkorb voller Gemüse, Kräuter und Blumen vom Gärtner zu kommen und das ein oder andere frisch gejätete Fleckchen Erde mit Blühendem und Nahrhaftem zu verschönern. Garten ist mal Last, mal Lust, aber das hier ist eindeutig der lustvolle Teil. :)

Samstag, 25. Mai 2019

Regentage sind auch schön!



Nicht nur an sonnig heißen Tagen macht eine Gartenschau Spaß. Dann natürlich auch, und davon hatten wir über Ostern ja einige.
Aber dann kamen viele kühle, feuchte, regnerische Maientage - und auch die hatten ihren besonderen Reiz. Zumal ich ohnehin beschlossen habe, mich nie! wieder! über "schlechtes" Wetter zu ärgern. Nach der Trockenheit des letzten Sommers, die für mich schon etwas Bedrohliches hatte, freue ich mich über jeden Regentropfen! Und so beschlossen der Filius und ich, trotz Nieselwetter - nein, jetzt erst recht! - einen Bummel übers Gartenschaugelände zu machen.


Den Blumen hat der Regen gut getan, sie strahlen frisch gewaschen in allen Farben. Überhaupt wirken Farben bei bedecktem Himmel oft viel leuchtender als im vollen Sonnenlicht, finde ich.




Und wenn es einem dann doch zu nass wird, geht man halt indoor weitergucken. Zum Beispiel im Pilzkabinett. Die Pilze sind da wirkungsvoll beleuchtet in offenen Fächern ausgestellt und sehen einfach hinreißend aus. Wobei sich da die Vorlieben durchaus unterscheiden: während ich mich ganz fasziniert fast nicht mehr von den charaktervollen Pilzwesen trennen konnte und sie - ganz vorsichtig - auch anfassen musste, hielt es der Sohn nicht lange drinnen aus. "Die riechen so eigenartig... uuhhh, irgendwie unheimlich sind die... und schau mal hier, da staubt es ja richtig vor lauter Sporen... Ich geh schon mal raus!"




Als es dann doch richtig zu regnen anfing, verzogen wir uns in unser BUGA-Lieblingscafé: Das "Samocca" ist ein integratives Café, in dem Menschen mit Handicap mitarbeiten. Weil die meisten Kellner und Kellnerinnen Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben, gibt es einen speziellen Bestellzettel, auf dem man ankreuzt, was man essen und trinken möchte. Sehr flink ist dann das Gewünschte da. Und alles ist saulecker, vom Zucchini-Spargel-Kresse-Bagel bis zum Zitronencremetörtchen.






Solche spontanen Mutter-Sohn-Unternehmungen wie diese - wenn auch zwei Stunden nur, "bei Schmuddelwetter", und auf dem Rückweg mit dem Fahrrad noch richtig nass geworden - so was bleibt mir lange in schönster Erinnerung. Und ich finde es einfach herrlich, dass mein Jüngster das ebenso genießen kann wie seine Mama!



Montag, 15. April 2019

Punkradieschen :)



Dieses haarige Kerlchen hatte ich heute abend auf meinem Teller - ganz schön scharfer Typ, nicht? 
Ich hab ihn nach seinem Friseur gefragt, aber er hat mich nur freundlich angegrinst...

Freitag, 12. April 2019

Was Grünes braucht der Mensch...

 ...in diesen frühjahrsmüden Zeiten.
Ich habe jedenfalls in den vergangenen Wochen meine mehr oder weniger starke, aber latent immer spürbare Schlappheit und Antriebslosigkeit andern gegenüber aufs Frühjahr geschoben - da fragt keiner groß weiter und jeder nickt verständnisvoll: "Ja ja, kenn ich auch...".
Weil ich gar so schwer in die Gänge komme in diesem Frühling, und weil es eigentlich den ganzen Winter über schon so war, denke ich aber doch, dass mein Körper (und  der ganze Rest...) gerade dabei sind, sich von so etwas wie einer leichten Winterdepression zu befreien. Früher lief ich ab März ständig in den Garten, um zu schauen, was schon aus der Erde spitzte, begann mit dem Vorziehen von Gemüsepflänzchen und schwelgte im Auswählen von Samentütchen. Dieses Jahr reizte mich das alles nicht besonders, mir fehlte einfach die Energie - und damit auch die Freude, die dazu gehört. (Ja, ich weiß, ich hab irgendwann im Februar mal was unter dem Titel "Vero-nikaa..." geschrieben - der Schwung ließ leider bald wieder nach...).
Schließlich konnte ich aber beim besten Willen nicht mehr übersehen, dass der Garten im Begriff ist, sich in einen Urwald zu verwandeln (jedenfalls der Teil, für den ich zuständig bin - mein Mann hat "seine" Beete schon wunderbar geharkt und mit Kompost versorgt). Also hockte ich gestern am Boden und jätete wie eine Wilde drauflos - und auch wenn mir das Kreuz wehtat, so war das doch die beste Medizin gegen den Winterblues und die Frühjahrsmüdigkeit. Vor allem, als ich sah, was es da schon alles an frischem Futter gibt - Grün, Grün und nochmal Grün, es sprießt aus allen Ecken:


 ...der Spinat, den ich im Herbst noch gesät hatte - fast völlig überwuchert von Jungfer im Grünen (die sich millionenfach selbst aussamt) und Scharbockskraut (das auch jedes Jahr versucht, den Garten zu übernehmen, aber nach einiger Zeit wieder von selbst verschwindet - bis zum nächsten Jahr),
 


...der Bärlauch, der sich in einer halbschattigen Unkrautecke richtig wohlfühlt,


 ...und nicht zuletzt die Brennesseln beim Kompost, die gerade zu Topform auflaufen und bald wieder meterhoch stehen werden.


So viel Grün (und da gibts ja noch viel mehr, Sauerampfer jede Menge, Löwenzahn und anderes UnWildkraut) - wenn das nicht genau das Richtige ist, um leere Energiespeicher aufzufüllen! Schon der Anblick tut gut, und mir fällt Hildegard von Bingens "Grünkraft" ein, über die ich vor fast genau drei Jahren hier einmal geschrieben habe. Anscheinend hatte ich das Grün damals schon sehr nötig... Wie konnte ich das vergessen? 
Also habe ich gleich aus dem Vollen geschöpft und grüne Natur"medizin" fabriziert - ich nenne es: 

GRÜNKRAFT-PESTO

Je eine gute Handvoll Spinat- und Brennesselblätter (immer die zwei, drei obersten Blätter samt den jungen Spitzen) und 8 - 10 Bärlauchblätter waschen und grob zerkleinern. Den Spinat in kochendem Wasser kurz zusammenfallen lassen. Alles zusammen mit einem Esslöffel Sonnenblumenkerne, geriebenem Parmesan, dem Saft einer halben Zitrone und reichlich Olivenöl im Mixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Mengenangaben sind ungenau, ich habe nach Gefühl solange rumgemacht, bis es die richtige Konsistenz hatte... aber das ist nicht allzu schwierig. Meines wurde durch etwas zu viele Sonnenblumenkerne recht fest, was den Vorteil hat, dass man es auch gut als Brotaufstrich nehmen kann. Für die Verwendung als Nudelsauce habe ich es mit Nudelkochwasser verdünnt.
Dieses grüne Zeug ist so gut, dass ich in Versuchung war, das ganze Glas einfach auszulöffeln. Noch leckerer wird es vermutlich, wenn man Basilikum dazunimmt. Das wird dann die nächste Portion...  :P



Sonntag, 7. Oktober 2018

Sonntagsfreude: Ganz schön Feige!



Als wir vor nunmehr fünf Jahren aus dem rauheren Oberschwaben hierher ins milde Neckartal mit seinem Weinbauklima gezogen waren, fielen mir in den Gärten hier und da große Feigensträucher auf, die im Herbst über und über voll mit lilablauen Früchten waren. Ich kann mich nicht erinnern, diese "Exoten" in meiner Kindheit schon gesehen zu haben. Inzwischen scheinen sie recht beliebt zu sein, vorausgesetzt der Garten ist groß genug.
Ich mag Feigen sehr gern, vor allem, wenn sie wirklich ganz reif frisch vom Baum kommen, und so rodeten wir eine Gartenecke, um unser Glück zu versuchen. Die Gärtnersfrau meinte zwar, dass die Früchte nur in langen, warmen Sommern wirklich ausreifen würden, aber in diesen Klimawandelzeiten dürfte das ja kein großes Problem sein...
Wir pflanzten also unser kleines Feigenbäumchen, und nun, im zweiten Jahr, ist es hübsch gewachsen und beschenkt uns mit genau DREI kleinen Babyfeigen!  :) 
Allerdings sind sie trotz des heißen Sommers noch grün, und ich bin skeptisch, ob sie es noch packen, bevor der erste Frost kommt. Das Bäumchen steht leider nicht in der vollen Sonne, ein Pfeifenstrauch daneben ist viel zu groß geworden und muss jetzt dringend gestutzt werden.





Dennoch gab es letzte Woche einen wahren Feigen-Glückstag für mich, denn ich bekam von Leuten, die nicht mehr wussten, wohin mit der Feigenflut von ihrem großen Strauch, fast drei Kilo der leckeren Früchte geschenkt! Vollreif und so süß und aromatisch, dass sie schon pur wie die reinste Marmelade schmeckten.
Ich habe gefuttert, soviel ich konnte, der Sohn hat seine Freunde mit Feigen-Apfel-Trauben-Obstsalat bewirtet, und mein sehr überschaubarer Vorrat an Eingekochtem ist um fünfzehn Gläser Feigenmarmelade gewachsen (stark zuckerreduziert wegen der Süße der Feigen und veredelt mit einem guten Schuss von meinem letztjährigen selbstgemachten Nusslikör... ich muss beim Marmeladekochen immer ein bisschen rumprobieren).

   
Das Beste kommt zum Schluss, denn niemals schmeckt ein Marmeladenbrot besser als mit dem noch warmen Rest frisch aus dem Topf bestrichen... (früher bekamen das immer die Kinder, heute belohne ich mich selbst damit)!  :)



Sonntag, 5. August 2018

Fast des Guten zu viel...


...und das ist nicht alles: im Gemüsefach des Kühlschranks wartet schon eine 1,5-Kilo-Keule von der länglichen Sorte darauf, verarbeitet zu werden. Da habe ich nicht aufgepasst - zwei Tage lang nicht kontrolliert und wumms, der nächste Riesen-Oschi liegt da.
Es ist jedes Jahr das gleiche: Ich ziehe drei Pflänzchen vor und pflanze den stärksten Setzling in den Garten. Der Herr des Hauses schnappt sich die beiden anderen und sucht trotz meiner beschwörenden Widerrede auch für sie ein freies Plätzchen: "Da mach ich feines "tök fözelék" draus!". Und dann essen wir einen Sommer lang dreimal die Woche Zucchini... Zucchini... Zucchini (ok, ist jetzt etwas übertrieben - aber nur ganz leicht). Wenn ich welche abmache, solange sie noch ganz klein sind, werde ich geschimpft: So eine Verschwendung!  ;)
(Hat da eben jemand "verschenken" gesagt? Ja, hin und wieder gelingt es, aber meist winken die zu Beglückenden heftig ab: "Nein nein, sehr nett, aber wir haben selber...!").



Wir hatten schon mehrfach Zucchinigemüse, gefüllte Zucchini, panierte Zucchinischnitzel und (besonders lecker (und besonders fettig)) dünn gehobelte Zucchinischeiben, in heißer Pfanne gebraten und am Schluss mit geriebenem Käse überbacken - das Ganze ist fertig, wenn es gerade noch nicht angebrannt ist. Gesalzen, gepfeffert und mit einem Stück Brot dazu ein nahrhaftes kleines Essen (wenn auch nicht gerade Diätkost ;)). 
Ein paar Gläser süßsauer eingemachte Zucchini stehen auch schon im Keller und warten auf Zeiten, in denen einem die prallen Früchte nicht mehr so aus den Ohren herausquellen.
Was mach ich jetzt aus den neuen?? Manche beugen ja der Schwemme vor, indem sie die Blüten ernten und füllen. Eher ungewohnt, hab ich noch nie gemacht, wäre vielleicht einen Versuch wert.
Hat jemand sonst noch eine Idee? Für weitere Rezepte bin ich immer dankbar!

Freitag, 27. Juli 2018

Tête-à-tête



Sie sind oben angekommen und haben den Balkon geentert, meine königsblauen Winden. Und geben sich nun ein Stelldichein mit den Tomätchen, bevor sie weiterklettern Richtung Dachrinne.  :)

Sonntag, 22. Juli 2018

Gewinde


Ein noch unangebrochenes Samentütchen, im letzten Jahr vergessen auszusäen, fand sich im März zwischen verschiedenen Saatgutresten: eine blaue Königswinde. So etwas hatte ich noch nie im Garten, und so zog ich einige Pflänzchen auf der Fensterbank vor. Ich wollte sie in den großen Pflanzkasten auf unserem Balkon setzen, von wo sie sich am Geländer entlang und zum Dach hinauf winden sollten.
Nun hatte der Sohn im Frühjahr plötzlich seine Liebe fürs Gärtnern entdeckt und eine größere Menge Tomatensetzlinge aus Samen gezogen, die er im Mai in Töpfe auspflanzte und auf den Balkon stellte - so weit, so schön. Bis ich aber mit meinen Winden ankam, war alles besetzt, der Balkon war zum Tomatenfeld mutiert... Tomaten wo man hinschaute:



...auch in dem großen Pflanzkasten, in dem ich bisher immer etwas Schönes Blühendes gehabt hatte.
Leider gibt es in unserem Garten keinen bepflanzbaren Zaun (am einzigen Stück Zaun stehen Himbeeren), und so kam ich schließlich auf die Idee, meine Winden in einen leeren Balkonkasten zu setzen und diesen neben die große, vom Boden bis zum Balkon reichende Kletterhortensie zu stellen, die eh nicht mehr ordentlich blüht und im Herbst weggehauen werden soll (ich möchte da lieber Rosen und Clematis haben).







Ja, und jetzt trägt das alte langweilige Hortensiengestrüpp die schönsten himmelblauen Blüten! Jeden Tag blühen neue auf, seidenfein und flatterzart, strecken sich der Sonne entgegen und verwelken am Abend, während ebensoviele junge Knospen darauf warten, sich am nächsten Morgen beim ersten Sonnenstrahl zu öffnen. Als seien kleine blauweiße Stoffstückchen vom Himmel herabgesegelt und in dem dunkelgrünen Blattwerk hängengeblieben.
Inzwischen hat das himmlische Gewinde sich bis zum Balkon hinaufgewunden und schickt sich an, die Tomatenpflanzen, die inzwischen viele kleine grüne und rote Früchtchen tragen, mit blauen Farbtupfern zu verzieren. Ich bin mal gespannt, ob sie es bis zur Dachrinne schaffen...