"Suche den Schimmer,
suche den Glanz,
du findest ihn nimmer,
findst du es nicht ganz."
Ich weiß nicht, warum mir in der Frühe dieses ersten Adventssonntags - auf der Suche nach einem ganz anderen Buch, aus dem ich ein Zitat abschreiben wollte - gerade dieses lange nicht mehr gelesene Buch ("Stein und Flöte" von Hans Bemmann) in die Hand kam, und beim Aufschlagen gleich diese Zeilen. Und warum sie mich gleich so unmittelbar angesprochen haben. Aber doch, ich glaube, sie passen gut an den Anfang dieser drei Wochen, in denen es um das Warten, das Ausschau halten, das Suchen geht. Irgendwie am Suchen bin ich immer - dieser Vers trägt mir auf, es bewusster und inniger zu tun. Auch wenn es, wie im Buch, erst während des Suchens allmählich klarer wird, was es mit dem Schimmer und dem Glanz auf sich hat...
"Was soll ich suchen? Was soll ich finden?" fragt der Angesprochene, Lauscher, den sterbenden Arni, der ihm mit jenen Worten einen geheimnisvollen Stein schenkt. "Du wirst schon sehen," bekommt er zur Antwort.
Leseempfehlung bzw. Geschenktipp für Menschen, die lange, langsame, tiefgründige, geheimnisvolle Märchen-Romane lieben: Hans Bemmann, "Stein und Flöte... und das ist noch nicht alles", Edition Weitbrecht