Etwas, das ich immer sehr geliebt habe im Leben mit Kindern, sind die abendlichen Bettkantengespräche, die sich beim Gutenacht-Sagen so ganz von selbst entspinnen und wo manchmal Sorgen und Nöte, oft aber auch Lustiges, Erstaunliches und auch Tiefgründiges zur Sprache kommt. Wo man solch kostbare Einblicke in die Gedankenwelt eines Kindes geschenkt bekommt - und danach selber Stoff zum Nachdenken hat.
Der Erstgeborene, etwa vier Jahre alt: "Mama, gell, der Gott, der isch sehr groß?" - "Hm, ja, ich glaub schon..." - "Weißt, weil der doch die gaaanze Welt in seiner Hand hat - wie in dem Lied da!" (Wir hatten im Kindergottesdienst das Gospel gesungen: He's got the whole world... Er hat die ganze Welt in seiner Hand...) - "Ja, das stimmt." - "Aber - wenn der die ganze Welt in seiner Hand hat... was macht er dann mit der anderen Hand?" - "Hmmm, mal überlegen... was macht er wohl..." - "Ich weiß schon: In der einen Hand hält er die Welt - und mit der anderen streichelt er sie!"
(Die kürzesten Predigten sind manchmal die schönsten).
memories - von Zeit zu Zeit ein Blick in die Schatzkiste meiner Erinnerungen aus den letzten gut zwanzig Jahren. Wobei meine Kinder, so wie sie damals waren, natürlich die Hauptrolle spielen...
Wenn ihr Lust bekommt - macht doch auch mal den Deckel von euren Schatzkisten auf und zeigt etwas von euren memories!



