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Dienstag, 17. September 2019

Sommer ade...

 ..Scheiden tut weh - aber nein, eigentlich tut es mir gar nicht weh, das Scheiden vom (Hoch-)Sommer! Wirklich nicht, denn in der glühenden Sommersonne, an Tagen, wo selbst der Wind aus dem Föhn zu kommen scheint, fühle ich mich immer ein bisschen wie ein Grillhähnchen. Wogegen die warme, sanft leuchtende Spätsommersonne meine Haut streichelt, meine Augen nicht blendet und der Luft ihre wohltuende Frische lässt. So darf es jetzt gerne ganz lange bleiben!


Was mir aber immer ein bisschen weh tut, das ist das Scheiden vom Freibad!
Am Abend eines heißen Tages schwimmen zu gehen ist für mich der ultimative Sommergenuss, und ich mag unser Freibad mit seinem schönen alten Baumbestand sehr, sehr gern. Hier haben wir als Kinder viele Sommernachmittage verbracht, und ich bin froh, dass es (abgesehen von einigen Modernisierungen) immer noch so aussieht wie damals.




Am Sonntag abends um acht war nun Schluss für dieses Jahr, und ich habe diesen Abend bis zur letzten Minute ausgekostet, so dass ich am Ende tatsächlich ganz allein im Wasser war und das ganze Schwimmbecken für mich hatte. Es war schön, in der Dämmerung da herumzuplanschen, auf dem Rücken liegend in den dunkler werdenden Himmel zu schauen und zum (vorerst) letzten Mal dieses Gefühl des ruhigen Schwebens zwischen Erde und Himmel zu genießen. 


Irgendwann ging die Beleuchtung an, und dieses Nebeneinander von Abenddämmerung und Kunstlicht in dem fast leeren Bad ergab eine so eigenartige Stimmung, dass ich versucht habe, sie mit dem Smartphone einzufangen. Vielleicht kann man trotz der mangelhaften Bildqualität etwas davon spüren. "A lost place" - verlassen zum Glück nur für ein paar Monate.
















P.S. Ich tu jetzt einfach so, als sei ich nicht monatelang "weg" gewesen. Ich hatte einfach keine Blog-Energie (und auch sonst nicht viel...). Der Herbst scheint mir etwas davon zurückzubringen, auch dafür bin ich ihm dankbar. :)

Sonntag, 7. Oktober 2018

Sonntagsfreude: Ganz schön Feige!



Als wir vor nunmehr fünf Jahren aus dem rauheren Oberschwaben hierher ins milde Neckartal mit seinem Weinbauklima gezogen waren, fielen mir in den Gärten hier und da große Feigensträucher auf, die im Herbst über und über voll mit lilablauen Früchten waren. Ich kann mich nicht erinnern, diese "Exoten" in meiner Kindheit schon gesehen zu haben. Inzwischen scheinen sie recht beliebt zu sein, vorausgesetzt der Garten ist groß genug.
Ich mag Feigen sehr gern, vor allem, wenn sie wirklich ganz reif frisch vom Baum kommen, und so rodeten wir eine Gartenecke, um unser Glück zu versuchen. Die Gärtnersfrau meinte zwar, dass die Früchte nur in langen, warmen Sommern wirklich ausreifen würden, aber in diesen Klimawandelzeiten dürfte das ja kein großes Problem sein...
Wir pflanzten also unser kleines Feigenbäumchen, und nun, im zweiten Jahr, ist es hübsch gewachsen und beschenkt uns mit genau DREI kleinen Babyfeigen!  :) 
Allerdings sind sie trotz des heißen Sommers noch grün, und ich bin skeptisch, ob sie es noch packen, bevor der erste Frost kommt. Das Bäumchen steht leider nicht in der vollen Sonne, ein Pfeifenstrauch daneben ist viel zu groß geworden und muss jetzt dringend gestutzt werden.





Dennoch gab es letzte Woche einen wahren Feigen-Glückstag für mich, denn ich bekam von Leuten, die nicht mehr wussten, wohin mit der Feigenflut von ihrem großen Strauch, fast drei Kilo der leckeren Früchte geschenkt! Vollreif und so süß und aromatisch, dass sie schon pur wie die reinste Marmelade schmeckten.
Ich habe gefuttert, soviel ich konnte, der Sohn hat seine Freunde mit Feigen-Apfel-Trauben-Obstsalat bewirtet, und mein sehr überschaubarer Vorrat an Eingekochtem ist um fünfzehn Gläser Feigenmarmelade gewachsen (stark zuckerreduziert wegen der Süße der Feigen und veredelt mit einem guten Schuss von meinem letztjährigen selbstgemachten Nusslikör... ich muss beim Marmeladekochen immer ein bisschen rumprobieren).

   
Das Beste kommt zum Schluss, denn niemals schmeckt ein Marmeladenbrot besser als mit dem noch warmen Rest frisch aus dem Topf bestrichen... (früher bekamen das immer die Kinder, heute belohne ich mich selbst damit)!  :)



Donnerstag, 2. November 2017

Die Letzten der Schönen



Weil es so lange dauert, bis sie wiederkommen, muss man sie doppelt intensiv genießen.
Fotografiert im letzten Büchsenlicht auf dem Balkon, mit einem sich in der Scheibe dahinter  zauberhaft spiegelnden Abendrot.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Einfach Bilder

...mal ohne viele Worte, die es ja auch gar nicht unbedingt braucht bei so schönem Herbstlicht und Wassergespiegel, Himmelblau und Blättergoldrot: Bilder von einer wunderbaren Oktoberwoche am Neuchâteler See.

Am Anfang wie immer eine Wanderung durch die wildromantische Areuse-Schlucht:







Blätterzauber im Vergehen...






In der klaren Herbstluft reicht die Sicht bis zum Berner Oberland - voilà: Eiger, Mönch und Jungfrau überm blauen See.



Starenschwärme über dem Jura.
 


 Dahlien - en gros und en detail.



Teepause und Schattenspiele im Garten.




 Der Hof in Grandchamp mit dem Brunnen und diesem wundervollen Hausbaum.




Und schließlich, auf der Heimfahrt aus dem Zugfenster geknipst, der Rheinfall.



Der Oktober ist doch einfach der schönste Monat (wenn man mal alle anderen beiseitelässt...)!   ;-)

Sonntag, 8. Oktober 2017

Kund und zu Wissen...

...es gibt mich noch, und ich bin gesund und relativ munter.
Irgendwas, womit man gerade zu kämpfen hat, gibt es ja meistens.  
Es ist viel los und viel zu tun, und ich komme mit dem Vielerlei nicht mehr so gut zurecht. Ich komm oft nur langsam in die Gänge, bin nicht gut in Multitasking, verzettel mich hin und wieder und sollte meine Zeit effektiver einteilen, was mir aber schwer fällt. Möchte gern immer nur eine Baustelle auf einmal abarbeiten, aber es gibt Termine und Prioritäten und Dinge können nicht am Stück fertiggemacht werden. 

 

Trotzdem gibt es vieles, was gut tut und sich auch mal dazwischenschieben lässt (bzw. einem einen Vorwand gibt, etwas anderes aufzuschieben...) - Kekse backen zum Beispiel, süße oder salzige. Nach Rezepten aus einem tollen Buch, das ich in einem Blog - in welchem?? weiß ich nicht mehr - entdeckt habe und nun nach und nach "durchknabbere". Es gibt kaum etwas Tröstlicheres inmitten von Haushaltschaos als eine Tasse Kaffee und ein paar selbstgebackene Kekse. Einzig mögliche Steigerung: ein spannendes Buch dazu (aber dann ist, zumindest bei mir, der Nachmittag gelaufen und die Keksdose leer...). 



Kleinere Herbstwanderungen und -Spaziergänge tun auch unglaublich gut, wenn das Wetter so schön spätsommerlich ist wie am vorletzten Wochenende und man Felder voller Kürbisse und Baumstümpfe voller winziger Pilzchen entdeckt...





Und nächste Woche darf ich Auszeit machen (wieder mal  hier, nach zwei Jahren Pause), und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich darauf freue! Ich habe das Gefühl, einen ganzen Rucksack durcheinandergewürfelter Gefühle dort abladen, sortieren und anschauen zu müssen. Gefühle, die ich seit dem Tod meines Vaters vor einem Jahr wie in einer inneren "Schublade" mit mir herumtrage, in die ich nur ab und zu ein bisschen hineinschaue, um sie dann schnell wieder zu schließen... dort werde ich viel Zeit für mich und, wenn nötig, auch jemanden zum Reden haben, liebe Bekannte treffen und neue Teilnehmerinnen kennenlernen. Und mich, wie immer, unerhört wohl und geborgen fühlen.

Dringend: 23 Teilnehmer gesucht!

                                                        
Zu guter Letzt möchte ich noch auf den "Tee-Adventskalender" hinweisen, zu
dem Claudia vom Blog "Alltagsbunt" in diesem Jahr einlädt (ja, ich weiß, man
möchte eigentlich noch gar nicht an Weihnachten denken, aber dann geht es
halt doch immer ganz schnell...). Die wunderschönen Basteleien letztes Jahr bei Manus kreativem Adventskalender waren eine sehr feine Sache, aber ich glaube, dieses Mal ist Teetrinken genau das Richtige für mich. Falls jemand bei dieser "chilligen" Aktion mitmachen möchte: ein paar "freie Plätze" gibt es noch! 

So, das Blog-Comeback ist geschafft - euch allen eine gute Woche, und auf ein baldiges Wiederlesen!