Montag, 23. Juni 2014

Wege: meerwärts und auf einander zu

Neue Wege, weg von Wasserrohrbruch und Handwerkerlärm, in unbekannte Gegenden und an bislang unbesuchte Orte. Nicht wirklich weit weg, kein Flug in exotische Fernen. Innerhalb der Landesgrenzen, aber da beinahe die längste mögliche Strecke, nämlich von ziemlich weit links unten nach ganz rechts oben auf der Landkarte. Von Südwest nach Nordost, einmal schräg durch die Republik. Nicht zu weit für fünf Tage, aber weit genug, um das Gewohnte hinter sich zu lassen und auf neue Erfahrungen und neue Begegnungen gespannt zu sein.


Begegnungen mit Menschen, die man noch nie zuvor getroffen hat. Die einem dennoch nicht unbekannt sind, von denen man vielleicht sogar mehr weiß als von so manchen, denen man täglich über den Weg läuft. Die blogschreibenderweise einen Teil ihrer Erlebnisse und Gedanken, ein Stück ihren Alltags teilen mit allen, die daran Interesse haben. Von denen man also eine Vorstellung hat, ein skizzenhaftes Bild, das aber viel Freiraum lässt für Ergänzungen und Überraschungen.


Solche Begegnungen sind nicht gerade alltäglich und allemal überdurchschnittlicht spannend! 

 
Man kann dabei sehr liebenswerte Menschen und ganz besondere, wunderbar lebenswerte Lebensorte kennenlernen!


 Zum Beispiel ein altes Schulhaus mit Hühnerhof.


"Wenn ihr denkt: jetzt sind wir falsch gefahren, hier kann es doch nicht sein - dann seid ihr richtig!" hatte dir Gastgeberin gesagt. 
Und das waren wir dann wirklich.


  

                                                                                
                                                                           

Was für ein einladender Ort zum Ankommen und sich zu Hause fühlen; was für eine Umgebung, um Zeit und Ruhe für sich und füreinander zu haben!
Durchs gegenseitige Blog-Lesen ist ja eine Gesprächsbasis, eine gewisse Nähe von vornherein gegeben, ein Ausgangspunkt fürs Erzählen, Fragen, Staunen und Betroffensein, das sich einstellt, wenn Lebensläufe aufeinandertreffen, die teils unterschiedlicher nicht sein könnten, die teils aber auch überraschende und bewegende Parallelen, Gemeinsamkeiten, Berührungspunkte aufweisen. 







Was wären aber die interessantesten Gespräche ohne genussvolles, fröhliches, entdeckungsfreudiges Drumherum? Man packt den Rucksack und zieht los:


Ausflug nach Stralsund, wo eine weitere  Bloggerin uns erwartete.









***


Ein Nachmittag am Strand auf der Insel Usedom mit Picknick und Möwen.






(Eine Möwe ist kein Huhn, aber letztlich ist der Appetit stärker als die Scheu).



                                      Was außerdem noch gut tut:


   
Auf die große Pappel hinter dem Haus zu horchen, die so viel zu erzählen hat, wenn man bereit ist, ihr zu lauschen...

  

 Den tanzenden Wolken zuschauen, die einen aufzufordern scheinen, leichten Herzens mitzutanzen...



Und noch so manches...

***  

"Sag mal, spinnen die?"


Gewiss - die eine kann's schon und die andere lernt es gerade.


(Es ist nicht leicht, wie man sieht. Wir sind nicht umsonst in einem Schulhaus).

***

Es tut gut, sich ab und zu auf solche neuen Wege abseits des Alltags einzulassen und auf die Erlebnisse und Begegnungen, die sie bereithalten. "Alles wahre Leben ist Begegnung", sagt Martin Buber. Diese Tage waren voll davon, und sie haben in meiner Erinnerung und in meinem Herzen ihre Spuren hinterlassen.

Kommentare:

  1. Einmal im Jahr etwas völlig Neues machen und Er-Leben ist etwas Wunderbares. In Harmonie wird es dann zum Salz in der Suppe desselben.
    Einfach schön und die Bilder machen das deutlich.

    Beate

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  2. Liebe Brigitte, schön hast du das beschrieben und bebildert. Es freut mich immer, wenn Menschen zusammen kommen, die etwas zu erzählen haben. Ja,ja... den Bloggern gehört die Welt ;-). Es muß nicht immer ein exotischer Ort in der Ferne sein, wo wunderbare Begegnungen das Leben bereichern. Bestimmt werden euch noch eine ganze Weile diese Eindrücke tragen. Danke für's Teilen! Liebe Grüße...

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    1. Schön hast du das gesagt von den Blogger(inne)n. Da gäbe es ja noch so manche/s zu entdecken, wenn ich so Richtung Norden denke... ;-)
      Aber muss ja nicht alles auf einmal sein, nicht?

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  3. Danke für die Bilder und Beschreibungen. Da ist es fast so als wäre ich selbst auch ein bisschen mit dabei. Und manchmal ist es einfach goldrichtig ein wenig auszubrechen.
    LG, Marion

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  4. Leben ist Begegnung - in jeder Hinsicht. Erzählen, horchen, staunen, fragen - diese feinen Augenblicke lassen deine Bilder erahnen.
    An dem leeren Tisch mit dem freien Blick nach draußen säße ich gerne eine Weile.
    Lass es dir gut gehen, Birgit

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    1. ich empfehle Dir die frühen Morgenstunden, denn in dieser Richtung geht die Sonne auf :-)

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  5. Ach, Brigitte, mir bleibt gerade nur ein tiefer Seufzer. War das schön mit euch!
    Hier habe ich mir Holunder ins Zimmer geholt und wollte schon den Kater für diesen "Duft" verantwortlich machen. Ich beschloss, den Holunder lieber in die Gästetoilette zu verfrachten. Dort passt er nun wunderbar, mit Erinnerungswert ;-)

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    1. Ich muss hier immer wieder gucken, auch bei Joona. Ist hier noch das Brunnenbild hinzu gekommen? Das ist ja besonders schön mit den drei Mädchen. Das sieht aus, als sind wir das, als wären wir dort schon in jungen Jahren zusammen gekommen.

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    2. Ja, das Bild hatte ich vergessen, dabei passt es doch so gut. Obwohl die drei ja eher ein bisschen "tratschweiberig" aussehen... mit dem Finger auf andere zeigen, das hatten wir nicht nötig! :-)

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  6. Liebe Brigitte,
    das waren sicherlich schöne Tage, die man gemeinsam
    verleben konnte. Das bleibt in der Erinnerung haften.
    Einen guten Start in die neue Woche wünscht
    Irmi

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  7. Das klingt nach einer erfüllten Zeit, wunderbar!
    Alles Liebe, Martina :-)

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  8. Einer schönen Idee folgte eine schöne Zeit :-)
    Danke fürs "dabeisein" dürfen - jedenfalls ein bisschen.
    Ist auch sehr spannend eure Berichte dazu zu lesen und anzugucken.
    Liebe Grüße - Monika mit Bente

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  9. Liebe Brigitte,

    so schööööön hast du das geschrieben und ich hab die Zeit mit euch so genossen, auch wenn sie viel zu kurz war und doch so intensiv. Wenn ich gekonnt hätte, wär ich gern am nächsten Tag zu Joona gefahren ... aber es werden sich wieder Gelegenheiten ergeben.

    Nen ganz lieben Gruß von Antje

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  10. ein ganz berührender post, und so schön, das wahre leben als begegnung ;-) lieben gruß ghislana

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