Mittwoch, 18. Januar 2017

Die Ersten und die Letzten







Sie sind schon wieder fast verblüht, die ersten Tulpen des Jahres, die der Herr des Hauses vom Einkaufen mitgebracht hat. Mit Blumensträußen geht es mir allerdings ähnlich wie mit den letzten Überbleibseln von Weihnachten: Ich kann mich nur schwer von ihnen trennen, auch wenn es Zeit dafür wäre. Unser kleines, feines, von den Söhnen im altvertrauten JugendKinderstil geschmücktes Bäumchen sieht immer noch so hübsch aus und nadelt kein bisschen. Und es handelt sich nicht etwa um eine weithergebrachte Nordmanntanne, sondern um ein heimisches Gewächs aus den Löwensteiner Bergen. Ich habe beschlossen, dieses Jahr der katholischen Tradition zu folgen: Bis Lichtmess darf er bleiben!
Ja, und die Tulpen dürfen auch stehenbleiben, bis sie die Blätter fallen lassen. Weil sie, nachdem sie frisch so adrett und zugeknöpft nebeneinander in der Vase standen, im Verblühen plötzlich so etwas Wildes, Unbekümmertes an sich haben. Wie ein paar in die Jahre gekommene Mädels, die es nochmal wissen wollen und beim Faschingsball ihrer Lebensfreude freien Lauf lassen... uns doch egal, was die anderen denken!   :-)
Ich find sie einfach schön!

Kommentare:

  1. Lach... was für ein VergleichDu da anstellst mit den verblühenden Schönheiten... Genieß die Tanne und die Blumen noch. Ist doch wunderbar, wenn man noch Gefallen an den Dingen hat. Liebe Grüße.

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  2. Da weitet sich das Blütenkleid und das Blumenherz ist zu sehen. Wer sollte da etwas dagegen haben. Habe schon einige Fotoshootings mit Verblühendem gemacht und war oft überrascht, wie fein das aussieht.
    Mein Weihnachtsbäumchen, nomalerweise bis Lichtmess im Haus, musste dieses Jahr schon zu Knut weichen. Die Abreise steht täglich an, nur Frau Holle sagt, wir sollen noch bleiben.
    Lieben Gruß aus dem -10Grad kalten Oberfranken

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    1. Ah - ich dachte, die Schneesturmbilder seien aus Schweden. Wobei das ja rein optisch (und auch sonst)keinen Unterschied macht.
      Das mit dem Blumenherz hast du schön gesagt! :-)

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  3. Wie gut du die Tulpen beschrieben hast; kann ich mir so richtig vorstellen. ...wie in die Jahre gekommenen Mädels, ja genau so: da ist das Gewebe auch nicht mehr so toll, die Haare werden grau, und zu manchen Zeiten flippen wir einfach mal aus und holen noch alles aus uns raus.

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend
    Birgit

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  4. Hahahaha dein Vergleich ist genial!!! Habe Tränen gelacht. Ich schmeiß meine Tulpen auch erst weg wenn sie ihre Blätter verliert vorher dürfen sie bei mir auch noch ihrer Lebensfreude freien Lauf lassen und sich in der Vase verbiegen wie es ihnen gefällt.
    Lachende Grüße :))))
    Papatya

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  5. Wenn ich abends in den Fenstern noch Christbäume sehe, werde ich sehr neidisch, dieses ewige getrieben sein macht dort halt.
    Zum Glück gibt es kein Verfallsdatum für Christbäume. Na gut,wenn wirklich alle Nadeln abgefallen sind, wirds Zeit. Wer dann einen Ofen zum verfeuern hat, bekommt nochmal alles geliefert, Duft, Knistern,Heimlichkeit.
    LG Angela

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    1. Ein Ofen, das wäre schön - im früheren Haus hatten wir einen, hier leider nicht mehr...
      Aber du bringst mich auf eine Idee: eine Feuerschale haben wir. Das müsste doch auch ein nettes Knisterfunkenfeuer geben?!

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  6. Hat mich sehr angesprochen, dein Post! Eigentlich sollte unser Baum auch noch ein paar Tage stehenbleiben. Aber zunehmend purzelten die Kugeln von den Ästen, weil die Nadeln allmählich keinen Halt mehr boten.

    Heute nun haben wir uns von ihm verabschiedet. Leider...
    Aber alles, was sonst noch an Weihnachten erinnert, bleibt bis zum 2. Februar stehen und hängen. Das machen wir schon seit einigen Jahren so. Am kommenden Sonnabend kommen noch ein paar gute Freunde zum Kaffee. Wir holen unsere Weihnachtsfeier nach, die aus verschiedensten Gründen ausfallen musste.

    Liebe Grüße sendet elsie, die im Weihnachtsland lebt.

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  7. Wilde Tulpen - wilde Mädels - was für ein Vergleich! Ich schmunzle immer noch...
    LG, Marion

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