Donnerstag, 22. November 2012

Novemberwetter und Honigkuchen


November und Nebel - die beiden gehören zusammen. Für mich jedenfalls. Ein November ohne nebelverhangene Tage, ohne Spaziergänge, bei denen man nur ein paar Schritte weit sieht und sich vorstellen kann, an einem ganz fremden Ort zu sein - solange bis ein Baum oder ein Haus aus den Nebelschwaden auftaucht und einem zeigt, wo man ist -, ein November ohne diese besondere Stille, die im Nebel herrscht - das wäre für mich kein richtiger November, da würde mir etwas fehlen. Ich brauche diese gedämpfte, farbenreduzierte Zeit, in der sich alles zurückzieht und auf den Winter vorbereitet. In der es so schön ist, heimzukommen und die Wärme des Ofens und einer Tasse Tee zu genießen. Und in der zu dieser Tasse Tee ganz wunderbar ein nach Honig und Zimt duftender Kuchen passt...




Dieser Honigkuchen gehört bei uns zur Winterzeit, seit unser erster Sohn zwei Jahre alt war. Er hatte damals Neurodermitis und durfte weder Milch noch Eier essen. Kuchenbacken war also nur sehr eingeschränkt möglich. Da bekam ich von einer Freundin das Rezept für diesen Honigkuchen, der ganz ohne Eier auskommt. Die Milch haben wir damals durch Sojamilch ersetzt. Das Rezept geht so:

250 g Honig und
150 g braunen Zucker mit
gut 1/4 l warmer Milch verrühren.
500 g Mehl (ich nehme Dinkel Type 1050) mit
50 g gemahlenen Haselnüssen,
1 gestr. Essl. Lebkuchengewürz,
1 gestr. Teel. Zimt,
etwas Zitronenschale und
1 Pck. Backpulver vermischen und nach und nach unter die Honigmilch rühren.

Den Teig in eine gut gefettete und gebröselte Kastenform füllen und bei
180° C etwa 50 - 55 min. backen.

So richtig gut schmeckt der Honigkuchen erst mit Butter drauf - zumal ja innendrin überhaupt kein Fett ist. Bis heute ist das unser Lieblings-November-und-Advents-Frühstücks- und Teestunden-Kuchen, und sobald es draußen kalt und neblig wird, fragt eines der Kinder: "Mama, backen wir mal wieder einen Honigkuchen?"
Aber gern, meine Lieben - ich mag ihn ja auch!


Kommentare:

  1. Der Honigkuchen sieht aber lecker aus. Da komme ich gerne auf einen Tee vorbei;-)
    Und Deine Novemberwetternebelgedanken teile ich gerne. Mit Deinem Geschriebenen machst Du mir sogar noch mehr Lust darauf. Hier ist es nämlich zur Zeit recht mild und sonnig.
    Liebe Grüße von Roswitha

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  2. Wunderschönes Novemberfoto und Text. Hier am Bodensee haben wir manchmal wochenlang Nebel. Den Honigkuchen werden wir am Wochenende gleich mal nachbacken. Danke fürs Teilen des "Familienrezeptes" :-) Und willkommen als neue Leserin in meinem Blog! Herzliche Grüße, Gina

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  3. Zum November gehört der Nebel. Bei mir ist er jedoch an frisch geröstete Eßkastanien geknüpt. So hat wohl jeder etwas, daß Besonders ist zu bestimmten Zeiten. Wie gut, daß man das genießen darf.

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  4. Hallo Amselgesang! Gerade habe ich Deinen Blog über Junischnee entdeckt und mich gleich "festgelesen". Schön gestaltest hast Du ihn und bei vielen Deiner Gedanken wird einem doch ganz warm ums Herz - und das an einem nebeligen Novembertag.
    Ich schau jetzt mal öfter bei Dir vorbei.
    LG Sylli

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    1. Ganz herzlich willkommen, ich freue mich "ganz arg" (wie man hier bei uns sagt)über jede neue Leserin! Ich habe auch gleich in dein Blog hineingeschaut - das noch ein bisschen jünger ist als meines - und finde schon den Titel so verlockend, dass ich mich gleich angemeldet habe. Sticken ist zwar nicht so "meins", aber Lesen umso mehr, und der von dir besprochene Robert-Schneider-Roman über den unglücklichen Organisten wird dank deiner Empfehlung auf meinem Weihnachtswunschzettel stehen (da ich den Autor mag und der Protagonist auch noch ein "Kollege" von mir ist...).
      Danke für deine Rückmeldung und weiterhin gutes Einleben hier in "Bloggersdorf" :-)!
      Brigitte

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    2. ohhh honigkuchen :)
      bei dieser kälte und dem grau brauch man etwas warmes und süßes.
      ich backe sonntags zimtschnecken doch morgen werde ich deinen honigkuchen mal versuchen.

      vielen dank fürs teilen

      liebe grüße

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  5. Liebe Brigitte,
    in jungen Jahren mochte ich den November garnicht mit seinen trüben Tagen.
    Inzwischen weiß ich diese Stille und den Nebel sehr zu schätzen. Laden sie doch geradezu ein, herunterzufahren und sich auf andere Werte zu besinnen.
    Dein Kuchen sieht lecker aus und das Rezept nehme ich gerne mit, vielen Dank.
    In einer Familie mit Veganern freuen wir uns immer über neue Rezepte ohne Ei und Milch.
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich Dir
    Joona

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