(Alle Aufnahmen aus dem Kurpark Bad Schönborn-Mingolsheim)
Montag, 24. November 2014
KurParkHerbst
Wenn es zu spät zum Schreiben ist, dann zeigt man eben nur ein paar Bilder. Zumal das Fotografieren eine reine Freude war, bei dem zauberhaften Herbstlicht und der völlig un-novemberlichen Wärme (zumindest hier im Südwesten).
Aber auch die Herbstabenddämmerung hat ihre Reize:
Samstag, 8. November 2014
Sonntagsfreude: Da sein
Die amselgesang - Blogpause hat lange gedauert, viel länger als gedacht. Das hat Gründe, unvorhergesehene, unplanbare: Von einer Stunde auf die andere war ich "weg" - weg von zu Hause, weg von all meinen Vorhaben, Pflichten, vorfreudig erwarteten Ereignissen, weg von Gartenarbeit, Herbstspaziergängen, weg vom Internet. Ich war "weg vom Fenster" und fand mich an einem mir bis dahin unbekannten Ort wieder: in einem Klinikbett auf der Intensivstation. Ich hatte nämlich am ersten Oktober beim Frühstück einen Herzinfarkt bekommen.
Lange war ich mir nicht sicher, ob ich hier darüber schreiben möchte oder nicht. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es dazugehört in diesem Blog, der nicht nur von einer speziellen Sache wie Handarbeiten o.ä. handelt, sondern sich aus den unterschiedlichsten Puzzleteilen aus meinem Leben und Alltag zusammensetzt. Was es mir leicht macht, ist die Tatsache, dass ich mich inzwischen schon wieder recht wohl fühle, da mein Herz offenbar die ganze Sache ziemlich unbeschadet überstanden hat.
Gott sei Dank.
Die Ursache für den Infarkt war vermutlich eine Embolie, die durch die Erstversorgung bei unserem Hausarzt schon aufgelöst wurde. Jedenfalls war bei der Untersuchung im Krankenhaus keinerlei Gefäßverschluss mehr feststellbar, es handelt sich also nicht um eine "koronare Herzkrankheit". Möglicherweise habe ich gelegentliche Rhythmusstörungen mit Vorhofflimmern (wovon ich allerdings noch nie etwas gespürt habe), wodurch kleine Blutklümpchen entstehen können. Ich erinnere mich, dasselbe krampfartige, nicht schmerzhafte, aber sehr unangenehme Gefühl in der Brust schon zweimal im Laufe des letzten Jahres erlebt zu haben, allerdings beide Male nur wenige Minuten lang. Im MRT war das als zwei kleinere, oberflächliche Narben neben der neuen, größeren zu sehen.
Ja, und nun bin ich wieder "da" - und genieße es jeden Tag aufs Neue, dieses Da-Sein.
Momentan befinde ich mich in einer dreiwöchigen Reha, wovon jetzt die Hälfte vorbei ist. Ich mache Ausdauertraining, darf mich auch ordentlich belasten, so richtig drauflos marschieren (bei dem tollen Wetter: herrlich!). Lerne verschiedene Entspannungstechniken kennen. Genieße den Luxus eines hauseigenen Schwimmbades.
Und ich habe Zeit für mich, viel Zeit - tatsächlich war es mir gar nicht bewusst, wie nötig ich es hatte, wirklich einmal ganz bei mir bleiben zu können. Zu Hause ist es so leicht, dem auszuweichen und sich abzulenken - guten Gewissens, denn es gibt ja immer so wichtige Dinge zu tun. Und wenn man mit denen fertig ist, dann wartet da ein Buch und ein Strickzeug und der PC mit all seinen verlockenden Entdeckungen, und (ja, ja...) eine schöne Idee für einen Blogeintrag muss auch noch Gestalt annehmen. Und so weiter. Eine Nachteule war ich eh schon immer... und Zeitmanagement war noch nie meine Stärke...
(In der Klinik habe ich hauptsächlich eines getan: geschlafen. Zehn, zwölf Stunden oder mehr. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Und passe jetzt auf, dass es nicht weniger als sieben, acht Stunden sind. Egal, was die innere Eule dazu sagt). :-)
Ich wusste wohl, dass ich in mancher Hinsicht nicht gut mit mir selber umging und dass ich einiges zu überdenken und zu ändern hatte (siehe letzter Blogeintrag), aber es war immer leichter, das aufzuschieben und mir selber davonzulaufen, als mich dem zu stellen, was - ja, mein "Herz" mir sagen wollte. Nun, es wusste sich Gehör zu verschaffen... und ich übe hinzuhören und herauszufinden, was es sich wünscht. Und im übrigen einfach: Da zu sein, hier, jetzt, von ganzem Herzen.
Allen, die amselgesang noch nicht ganz abgeschrieben hatten, sage ich DANKE und wünsche euch einen schönen Sonntag in diesem "goldenen November"! Genießt das Dasein, und - passt gut auf euch auf!
Mittwoch, 17. September 2014
Veränderung
(Gefunden und mitgenommen im Museumsshop des Ulmer Museums. Da gab es viele solche Magnettäfelchen mit vielerlei mehr oder weniger witzigen Sprüchen drauf. Dieses hier gab es nur einmal - ich bin sicher, es hat genau auf mich gewartet...).
Sonntag, 7. September 2014
Sonntagsfreuden: Geburtstag ohne...
... viele Gäste, große Geschenke, üppige Mahlzeit und Sahnetorte, dafür mit...
...Geburtstagswiesenblumenstrauß, handgepflückt,
...Geburtstagskaffee auf dem Feuer gekocht (wegen Stromausfall) und in der Morgenkühle mit den Füßen am Feuer genüsslich getrunken.
Holz gehackt, noch mehr Feuer gemacht und Mittagessen gekocht.
Geschmaust, gespielt und gefaulenzt.
Abends zum letztenmal das Feuer angefacht, drum herum gesessen, erzählt und in die Flammen geschaut und Füße gewärmt.
Geburtstags-Sonntagsfreuden-Feuer...
Von mir aus könnte jeder Geburtstag so "gefeuert" werden! :-)
(Das war in unserem Urlaub in Siebenbürgen/Rumänien und ist heute meine "Sonntagsfreude" - mehr davon wie immer sonntags bei Maria).
...Geburtstagswiesenblumenstrauß, handgepflückt,
...Geburtstagskaffee auf dem Feuer gekocht (wegen Stromausfall) und in der Morgenkühle mit den Füßen am Feuer genüsslich getrunken.
Holz gehackt, noch mehr Feuer gemacht und Mittagessen gekocht.
Geschmaust, gespielt und gefaulenzt.
Geburtstags-Sonntagsfreuden-Feuer...
Von mir aus könnte jeder Geburtstag so "gefeuert" werden! :-)
(Das war in unserem Urlaub in Siebenbürgen/Rumänien und ist heute meine "Sonntagsfreude" - mehr davon wie immer sonntags bei Maria).
Samstag, 30. August 2014
in heaven: Sie ist da...
...die Sonne, auch wenn sie zeitweise von dicken grauen Wolken verdeckt wird und nur ein paar helle Lichtstrahlen über den Himmel schickt als Zeichen ihres Vorhandenseins.
Auch ich bin noch da :-), wenn auch hier im Blog noch nicht so richtig wiederaufgetaucht. Keine Sorge - es sind nicht dicke graue "Wolken", die mich abhalten - eher viele kleinere und größere Aufgaben, die es abzuarbeiten gilt. Und eine gewisse "Wortunlust", was mir selten, aber doch immer wieder mal passiert: dass die Freude daran, Erlebtes und Gedachtes in Worte zu fassen, sich zurückzieht wie die Nordsee bei Ebbe und mich ungewohnt schweigsam und ein wenig besorgt zurücklässt ("...es wird doch hoffentlich wieder...?").
Aber ja, ich habe es ja schon öfter erlebt. Es wird wieder, die (Wort-) Flut kommt irgendwann zurück und es wird mich wieder in den Fingern jucken, sie hier hereinplätschern zu lassen.
Vorerst werden hier also mehr Bilder als Worte zu finden sein, denn so ganz ohne Leben mag ich dieses mir so liebgewordene Plätzchen im großen weiten Netz auch nicht lassen. Wenige Worte - das ist ja auch immer eine Gelegenheit, ihnen mehr Gewicht zu geben. Die Pfützen und Priele im Watt zu suchen und einmal genauer anzuschauen (um im Bild zu bleiben). Da ist ja sehr viel Leben drin, das man sonst vor lauter Meer gar nicht wahrnimmt... Vielleicht ist es genau das, was mir jetzt gut tut.
"in heaven" - immer samstags bei der Raumfee.
Dienstag, 5. August 2014
Urlaubshalber bleibt dieser Blog...
...für zwei Wochen geschlossen - herzliche Grüße und die besten Wünsche für sommerlich-schöne Augusttage an euch alle, bis zum Wiederlesen!
Donnerstag, 31. Juli 2014
Nicht mehr viel los hier...
...leider, aber anderes hat gerade Vorfahrt, denn es gibt vieles vorzubereiten. Die nächsten vier Tage werde ich trommelnd und singend verbringen: zuerst bei einem Trommelwochenende mit einer Gruppe, in der Schwester und Schwager mitspielen (ich als Totalanfänger auf diesem Gebiet, aber so etwas wollte ich schon sooo lange einmal machen!). Am Sonntag geht es dann weiter mit Chorprobe und Konzert in Tübingen (Gesprächskonzert "Lieder und Tänze des 16.Jahrhunderts", 18.00 Uhr in der Jakobuskirche - falls jemand in der Nähe wohnen sollte...). Ein total schönes Programm, auf das ich mich sehr freue!
Altes Kirchlein in der Nähe von Udvarhely/Odorhellen/Odorheiu Secuiesc (Rumänien)
Und zwei Tage später geht's ab in den Urlaub, wieder mal nach Siebenbürgen,
denn meine Schwiegermutter feiert ihren 90. Geburtstag. Alle drei Söhne kommen vorher nach Hause, zwei fahren dann mit uns, der dritte ist Betreuer bei einem Zeltlager für kleine Jungs - nun, ich werde die zwei Tage wohl im Kampf mit Wäschebergen verbringen... nachdem ich die letzten Tage im Kampf mit Terminen, Planungen und Telefonaten (Hundepension! u.v.m.) sowie mit Gartenarbeit und dem Verarbeiten von Zucchini verbracht habe (die Dinger wachsen schneller nach als man sie aufessen kann, vor allem wenn Mann und Sohn außer Landes sind und deshalb als Mitesser ausfallen...).
ich heute noch zeigen, wie ich ihm zu Leibe gerückt bin. Zwei Rezepte, beide kindertauglich, da nicht im entferntesten "spinatartig"!
Erstens: Bietigheimer Laubfrösche
(Unter diesem Namen habe ich das Rezept in einem Buch mit schwäbischen Spezialitäten gefunden. Man kann natürlich statt Bietigheim am Neckar jeden anderen Ort einsetzen - Frösche gibt es schließlich überall).
Die Fotos dürften weitestgehend selbsterklärend sein:
Eine Hackfleischfüllung machen (Vegetarier haben da sicher ihre erprobte Alternative ohne Fleisch) und in die - vorher mit kochendem Wasser kurz blanchierten - Mangoldblätter (evtl. auch zwei aufeinandergelegt) einwickeln.
Mit Spießchen zustecken (muss nicht sein, ich finde es sicherer) und rundherum anbraten.
Brühe angießen und die Laubfrösche zugedeckt in ca. 20 Minuten gar schmoren.
Schmorflüssigkeit mit Sahne und Mehl (oder wie immer ihr das macht) andicken, abschmecken und über die Laubfrösche gießen. Dazu gab es Reis mit Gemüse (mit Paprika, Stangensellerie, getrocknete Tomaten und den kleingeschnittenen Mangoldstielen).
Spießchen entfernen ;-) und genießen.
Ich habe natürlich nicht alle 16 Laubfrösche alleine gegessen, mein Vater hat geholfen und der Rest wurde eingefroren.
Ich habe natürlich nicht alle 16 Laubfrösche alleine gegessen, mein Vater hat geholfen und der Rest wurde eingefroren.
* * *
Zweitens: Rohgedämpfte Kartöffelchen mit Mangold
Ein Turbogericht für die schnelle Küche...
...das sogar dann noch schnell geht, wenn man, wie ich, erst noch die Kartoffeln aus dem Boden buddeln
Kartoffeln schälen, in Würfelchen schneiden, Mangoldstiele kleinschneiden, alles salzen und mit wenig Fett und Wasser (3-4 Esslöffel) zugedeckt dämpfen. Zwischendurch umwenden und nach Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Wenn die Kartoffeln halb gar sind, die in Streifen geschnittenen Mangoldblätter dazugeben, würzen mit Pfeffer, Paprika, wenn man mag auch Kräutern... oder wie ich mit einer Würzmischung für Bratkartoffeln. Zum Schluss evtl. noch mit etwas Butter und ohne Deckel anbraten.
Mit Spiegelei oder Bratwurst oder Schafkäse - oder was immer man sonst dazu mag - servieren. Ein Tomatensalat ergänzt das einfache Essen aufs beste.
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