Dienstag, 12. Februar 2013

Zaubertopf!

Bevor ich mich wieder mal für ein paar Tage in internetlose Gefilde begebe, möchte ich euch hier ein leckeres kleines Rezept hinterlassen, das ich unschlagbar finde, wenn's mal schnellgehen muss mit dem Kochen, es aber doch nicht nur Spaghetti mit Tomatensoße geben soll. Mein Jüngster hat es aus der Schule mitgebracht, als sie in der siebten Klasse ein Jahr lang Hauswirtschaftsunterricht hatten (was auch bei den Jungs sehr beliebt war).
Das Gericht trägt den geheimnisvollen Namen Zaubertopf und geht so (für vier Personen):

Eine kleingeschnittene Zwiebel und
250g Hackfleisch und                            
nach Belieben Knoblauch                   im Dampfkochtopf in Öl anbraten,
                                                      mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver würzen. 

Eine kleine Dose gestückelte Tomaten und
eine rote Paprika (gewürfelt)               dazugeben.

Mit 300 ml Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen.

250 g kleine Nudeln (Farfalle oder Spiralen o.ä.) und
einen halben Teelöffel Oregano            dazu, umrühren.

Dampftopf schließen, Ventil ganz hochgehen lassen, Kochplatte ausschalten und den Topf fünf Minuten stehenlassen.
Dann von der Platte ziehen und warten, bis das Ventil wieder unten und der Überdruck im Topf weg ist.

Öffnen, Sauerrahm dazurühren und frische Kräuter (oder ein Päckchen von den tiefgekühlten) drüberstreuen. Fertig!
Eine große Schüssel gemischter Salat dazu kann nicht schaden...

Meinen Männern schmeckt's so ganz zauberhaft -  ich selbst bevorzuge eine vegetarische Variante mit mehr Gemüse drin statt Hack.
Sowohl die fleischhaltige als auch die vegetarische Variante kann man natürlich ganz nach Geschmack und Belieben anreichern mit Zucchini, Stangensellerie, Mohrrüben (die sollte man allerdings ziemlich klein schneiden, damit sie weich werden) oder was man sonst noch gerne mag.

Sonntag, 10. Februar 2013

"Narro..."

   "...ahoi!"  - so lautet der Schlachtruf der hiesigen Narrenzünfte, und den konnte man heute schon von weitem hören, vermischt mit den Klängen von Blaskapellen, Guggenmusik, Tschingdarassabumm und viel Geschrei und Gejohle. Denn heute war Fasnetumzug in unserem Städtchen, das stolz auf seine närrischen Traditionenen ist und wo vom "Gompigen Doschdig" bis zum Fasnetsdienstag gefeiert wird, was das Zeug hält. Und sie hatten Glück, die Narren und das ganze zuschauende Volk am Straßenrand, denn der Himmel war strahlend blau. Aber saukalt war's auch - brrrr...!









Leider machte die Batterie vom Fotoapparat nach ein paar Bildern schlapp (ähm...ich hatte wohl das Aufladen vergessen...). Morgen schau ich mal nach Fotos aus den vergangenen Jahren, vielleicht kann ich euch noch die eine oder andere Hexe oder weitere gruslige Gestalten zeigen.

Samstag, 9. Februar 2013

Sonntagsfreuden

Bei sinkender Sonne noch kurzentschlossen die Langlaufski aus dem Keller holen und gleich um die nächste Ecke auf dem Feldweg loslaufen: eine eher seltene Freude, die nur möglich ist, wenn alles passt: genug Schnee, schön weich und nicht vereist, und kein allzu starker Wind, der hier oft ordentlich frisch über die Felder pfeift. Heute abend war es so, also nichts wie los, bevor es dunkel wird!
Und dann sah ich diesen Himmel und rannte schnell nochmal zurück, um den Fotoapparat zu holen:


Jemand war schon vor mir dagewesen und hatte freundlicherweise ein Stück weit gespurt, so ging es flott voran...


...aber dann musste ich doch alle paar Meter anhalten, die Stöcke fallenlassen und den Foto aus der Tasche kramen, um diesen sich ständig verändernden Abendhimmel festzuhalten.





Das ganze Himmels-Schauspiel dauerte etwa zehn, fünfzehn Minuten. 
Wie oft ich wohl so etwas versäume, weil ich gar nicht dran denke, weil ich zu beschäftigt oder auch schlicht zu träge bin?


Aber wenn es einem dann so unverhofft in den Schoß fällt, ist das wie ein Geschenk des Himmels - ein Sonntagsfreudenabendhimmelgeschenk :-)!

Euch allen einen strahlenden Sonntag, mit viel Freude!

(Mehr Sonntagsfreuden wie immer bei maria)

Dienstag, 5. Februar 2013

Fühle dich wohl bei dir...





Beschütze deinen Traum

Beschütze deinen Traum.
Geh sorgfältig damit um,
er ist erreichbar.
Nimm deine Sehnsucht ernst.
Es ist Gottes Gegenwart in dir.

Sammle gerade dann Kraft,
wenn alles Wachstum erfroren scheint,
und dann, wenn die Zeit richtig ist,
brich wieder hervor
mit deinem kraftvollen Traum.

Färbe deinen Traum bunt,
gib ihm ein Wesen,
male dich in seine Mitte,
wo du hingehörst.

 Fühle dich wohl bei dir,
so wie Gott sich bei dir wohl fühlt.

(Ulrich Schaffer, aus: Augenblicke des Staunens / Herder 2003) 


Sonntag, 3. Februar 2013

Sonntagsfreuden


Es war einmal... eine dicke, runde, knallrote Teekanne.
Meine Lieblingsteekanne, um genau zu sein.
Ein Stück aus meiner Kindheit, das ich vor Jahren zufällig auf dem Dachboden meines Elternhauses wiederentdeckt und natürlich mitgenommen habe.
Der Henkel war schon mal abgebrochen und wieder angeflickt.
Aus keiner anderen Kanne schmeckt der Tee so gut wie aus dieser!



Letzten Freitag war ich in der großen Stadt, und als ich alles erledigt hatte, was zu erledigen war,  machte ich noch einen kleinen Abstecher zu einem Trödelhaus, das ich mir schon lange mal anschauen wollte. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, denn es war einfach - zauberhaft! verwunschen! wie aus dem Märchenbuch... ich werde bestimmt noch mal hingehen, nur zum Fotografieren!
Und als ich so herumtrödelte (in einem Trödelhaus muss man einfach trödeln!), da sah ich - eine Kanne. Nicht meine, sondern eine Kaffeekanne. Aber ansonsten genau wie meine. Die Schwester sozusagen. Sachen gibt's...



Ja, und nun habe ich zwei Lieblingskannen. Und bin für all die Fälle, wo einige Gäste Kaffee und andere lieber Tee trinken, stilvoll gerüstet (fehlen nur noch rote Tassen dazu -aber wer weiß, wenn ich fleißig Trödelläden besuche... vielleicht...??)!

Samstag, 26. Januar 2013

Sonntagsfreuden



Ein strahlend schöner Blumenstrauß, ein besonderer Geburtstag (nicht meiner), ein fröhliches Fest mit lieben Leuten - und endlich wieder ein bisschen Lust und Energie zum Fotografieren, Schreiben, Mitteilen... morgen vielleicht mehr.

(Mehr Sonntagsfreuden gibt's wie immer bei maria)

Dienstag, 1. Januar 2013

Zum neuen Jahr

Mit einem Neujahrsgedicht meines schwäbischen Landsmannes Eduard Mörike wünsche ich euch allen, die ihr mein Blog im ersten halben Jahr besucht und mich durch eure Anmerkungen ermutigt und motiviert habt, Glück und Segen auf all euren Wegen - schöne Erlebnisse, gute Begegnungen und Menschen, die da sind, wenn man sie braucht.

Mörikes hat dieses Gedicht auf eine damals gebräuchliche Melodie geschrieben und nennt es einen "Kirchengesang". Vielleicht wirkt es deshalb am stärksten, wenn man es nicht nur still liest, sondern hörbar spricht:


Zum neuen  Jahr

Wie heimlicher Weise
Ein Engelein leise
Mit rosigen Füßen
Die Erde betritt,
So nahte der Morgen.
Jauchzt ihm, ihr Frommen,
Ein heilig Willkommen,
Ein heilig Willkommen!
Herz, jauchze du mit!

In Ihm sei's begonnen,
Der Monde und Sonnen
An blauen Gezelten
Des Himmels bewegt.
Du, Vater, du rate!
Lenke du und wende!
Herr, dir in die Hände
Sei Anfang und Ende,
Sei alles gelegt!

Eduard Mörike