Sonntag, 23. April 2017

Sonntagsfreuden






Die schönste Ranunkel, die ich je hatte!
Ich mag diese Frühjahrsblumen besonders gern, in allen Farben, mit ihren vielen hauchdünnen Blütenblättchen, ihrer zarten Üppigkeit, sehr weiblich und ein bisschen wie aus längst vergangenen Zeiten. Diese hier lässt mich an eine junge Dame in einem weißen, bauschigen, rüschenbesetzten Ballkleid denken...   :-)

Vor zehn Tagen gekauft, fängt jetzt die erste Blüte langsam an zu welken. Und sie hat noch so viele - und Knospen - eine Freude für mehr als einen Sonntag!

Freitag, 21. April 2017

Sprössling (2)


Beim Gießen meiner Tomaten- und Zucchini-Setzlinge und anderer Pflanzen fiel mir heute ein, dass ich gar nicht mehr über den Fortgang meines "Gemüse-Recycling-Experimentes" berichtet habe. Es ist schnell erzählt: Nachdem die Stangensellerie-Blätter eine Zeitlang munter gewachsen waren, hingen sie eines Morgens schlapp über den Topfrand. Am Wasser lag es nicht, ich hatte regelmäßig gegossen. Vielleicht hat die Pflanze das Zimmerklima nicht vertragen, ich weiß es nicht. Die Blättchen würzten noch einen Salat, der Rest kam auf den Kompost.


Ich habe dann gleich den nächsten Versuch gestartet, diesmal mit dem Strunk eines Pak Choi-Kopfes. Nachdem er im Wasser stehend Wurzeln gezogen hatte, pflanzte ich ihn ein und stellte den Topf diesmal gleich auf den kleinen Küchenbalkon, neben den Peterling, der im Pflanzkasten gut überwintert hat. Dort scheint es dem kleinen Pak Choi gut zu gefallen, er wächst und wächst und bekommt hübsche runde Blätter.
 

Das rosa Blümchen habe ich nur zur Dekoration dazugestellt, und weil es mir so gut gefällt... ist es nicht reizend?


Die obigen Fotos sind vom 11. April, heute sieht das "recycelte" Gemüse schon so aus:



Macht sich auch als Zierpflanze ganz hübsch, findet ihr nicht?
Ich denke, ich werde es demnächst in den Kasten (in dem ich im Sommer immer einige Küchenkräuter habe) setzen. Falls es Nachtfrost geben sollte, muss ich es eben abdecken. Ich bin gespannt, ob es irgendwann zu einer Portion Salat reicht...

Mittwoch, 19. April 2017

...und zum Winter??


Immerhin ist der April wenigstens noch ein kleines bisschen, was er mal war... So dicke Flocken hab ich hier den ganzen Winter über nicht gesehen!  :-)

Montag, 17. April 2017

Vom Frühling zum Sommer...



...und das an einem einzigen Wochenende, kurz vor Ostern: Ich rede nicht vom Wetter, denn das ist sehr aprilmäßig und somit völlig normal (auch wenn man einen Osterspaziergang lieber im Sonnenschein machen würde). Nein, es war ein eher kulinarischer Jahreszeitenwechsel, der hier an zwei Tagen nacheinander zelebriert wurde!


Der mittlere Sohn samt Freundin war zu Besuch gekommen, was ja alleine schon eine Osterfreude ist. Die Freundin, deren Familie aus Vietnam kommt, hatte wieder einmal leckere selbstgemachte Frühlingsrollen von ihrer Mama mitgebracht - die macht davon immer so um die 200 Stück auf einmal. Die wurden am Donnerstagabend fritiert und verputzt (also, nicht zweihundert, "nur" zwanzig oder so...).    ;-)
Am nächsten Tag kündigten die beiden an, für uns Sommerrollen zu machen. Von solchen hatte ich bis dato noch nichts gewusst und war gespannt. Zunächst mal gab es ordentlich Arbeit: Gurke, Möhren, Schnittlauch und Paprika wurden geschnippelt, Garnelen und Schweinebauchstreifen geköchelt (Schweinefleisch, ja - nicht gerade sehr karfreitäglich, aber wie sagten schon die alten Mönche: "Festtag bricht Fasttag!"  :-)). 


 

Getrocknete Platten aus Reisnudeln wurden in heißem Wasser eingeweicht, bis sie elastisch - und ziemlich klebrig - waren. Und dann gab es da noch eine Packung mit etwas, das aussah wie runde, durchsichtige Plastikfolien...



Alle Zutaten kamen auf den Tisch, und dann ging es los. "Sommerrollen sind das asiatische Pendant zu Raclette oder Fondue - jeder macht sich seine eigenen am Tisch", erklärte die junge Fachfrau. Die "Plastikfolie" - sie besteht aus Tapiokamehl - wird durch heißes Wasser gezogen und bekommt dadurch eine gummiartige Konsistenz. Darin wird alles, was man mag, eingewickelt: zuunterst eine Reisplatte, darauf Gemüse, Kräuter, Fleisch, Fisch... (Die speziellen Teller sorgen dafür, dass das Ganze nicht anklebt).
 





Die fertige Sommerrolle wird - je nach Geschmack - in würzige oder scharfe Saucen getunkt und aus der Hand verspeist. Auch wenn sie fast zu schön zum Aufessen sind... aber man macht sich ja dann gleich eine zweite, und dritte, und so weiter - ich glaube, ich habe sechs oder sieben gegessen. Mindestens.


Jetzt interessiert mich nur eines: ob es wohl auch Herbst- und Winterrollen gibt? Ich hoffe doch sehr...(*sabber*!).   :-)

Mittwoch, 5. April 2017

Magische Mottos im April: Kontraste

Ein tolles Thema hat paleica als "Magisches Motto" für den April ausgegeben:

KontrasteKONTRASTEKONTRASTE kontraste

sind zu finden und ins Bild zu setzen, Gegensätzliches aller Art, seien es nun Licht-, Farb-, Form- oder inhaltliche Kontraste. Spannend, fand ich und ging auf die Suche im Fotoarchiv. Und war erstaunt, wie viele "kontrasthaltige" Bilder ich da fand - die Auswahl fiel mir gar nicht leicht. Am spannendsten war es, die nicht ganz so augenscheinlichen, eher subtilen Gegensätze in manchen Bildern zu entdecken - aber seht selbst:

 
Ganz klassisch: der Hell-Dunkel-Kontrast (ich glaube, das war so ein kleiner funkensprühender Silvesterfeuerwerkskörper, losgelassen von einem meiner pyrobegeisterten Jungs).


Dasselbe in der Natur in Form von Licht und Schatten.


Und nochmal Licht und Dunkel, verbunden mit dem Farbkontrast von Schwarz und Rot, der mich mit seiner kraftvollen Energie immer fasziniert (Auto und Straßenlampen, längere Belichtung).




Das Gegen- und Miteinander von Alt und Neu kann man im Erfurter Augustinerkloster ganz wunderbar studieren: hier wurde 700jähriges Gemäuer durch die klaren Formen von Stahl und Glas kontrastierend ergänzt: spannend und einfach schön!


Auch dieses Bild vereint für mich Gegensätze auf friedliche, harmonische Weise: Gestern und Heute, Alt und Jung, der Ernst der alten Frau, die die Schrecken des Krieges erlebt und angeklagt hat, und die zutraulich-unbekümmert spielenden Kinder. (Käthe-Kollwitz-Denkmal am Kloster in Magdeburg).


Ebenfalls in Magdeburg, auf der alten Eisenbahnbrücke (die ihr schon vom letzten Post kennt). Der Blick nach oben zeigt Konturen-Kontraste: schwarz und streng vs. weiß und wolkig.



Auch die kühle Glätte der Edelstahlspüle und die Lebendigkeit der weichen, warmen, empfindsamen Kinderfüßchen bilden einen sehr reizvollen Kontrapunkt, finde ich (eins meiner Lieblingsbilder...).



Und zum Schluss noch ein offensichtlich ganz kontrastarmes Bild - oder?
Nun, auch Anspruch und Wirklichkeit kann in extremem, geradezu lächerlichem Gegensatz stehen...   :-)  (ehemalige Ferienkolonie für Werktätige in der Nähe von Komárno, Slowakei).

Hach, das hat jetzt Spaß gemacht! Noch mehr Kontraste gibt es im Laufe des Monats hier zu sehen.

Dienstag, 4. April 2017

Nochmal Brücke -

- diesmal eine große über einen breiten Fluss.
"Wie soll das gehen, auf einer Brücke stehen und nicht ins Wasser spucken?" fragte Katala in ihrem Kommentar zum letzten Post. Und da fiel mir die alte, nur noch von Fußgängern benutzte Eisenbahnbrücke in Magdeburg ein, an deren Geländer sich Leute, die Geld für die Brückenrenovierung gespendet hatten, mit einer Spruchtafel verewigen durften. Eine der lustigsten und rührendsten Widmungen will ich euch nicht vorenthalten, zumal sie wunderbar zum Thema passt:


Wenn ich das nächste Mal auf einer Brücke über den Neckar laufe oder radle, werde ich auch reinspucken. Einfach so...   :-)
 

Montag, 3. April 2017

Brücken(sp)gucker




"Und i steh' auf der Brücke und i spuck' in den Kahn,
und da freut sich die Spucke, dass se Kahn fahre' kann!
Holladihi, holladiho, holladihopsassa, was sagsch au do!"

- das war einer von vielen Versen eines frechen schwäbischen Kinderliedchens, das wir früher gesungen haben. Ob diese Leutchen, die hier auf dem Brücklein über den Breibach in Nordheim stehen, das Lied wohl kennen? Oder stehen sie nur so da und genießen den Blick von der Brück' ganz ohne Spuck'?

Freitag, 31. März 2017

Am Fluss : Spiegel- und andere Bilder

















Spiegelbildlich-Symmetrisches horizontal und vertikal an einem Nachmittag zwischen Spätwinter und Vorfrühling am Fluss (Mitte März).

Montag, 20. März 2017

Island (5): Die Geschichte von "Sleipnir"





An einem regengrauen, windigen Tag machten wir einen Halbtagesausflug zum Gebiet um den Vulkan Krafla (davon könnt ihr am Schluss des Posts noch ein paar Bilder sehen) und fuhren danach entlang des Myvatn-Sees wieder Richtung Husavík. Dabei entdeckten wir ein architektonisch interessantes, hübsches Haus direkt am Ufer, in dem sich ein privates Vogelmuseum befand. Nachdem wir uns all die vielen sorgsam in großen Glasvitrinen arrangierten einheimischen Vögel angesehen hatten, wurde uns gesagt, dass es im Schuppen neben dem Museum noch ein historisches Boot zu sehen gebe. Es war dies das erste Motorboot überhaupt am Myvatn gewesen, und ich war sehr begeistert, wie liebevoll und ausführlich die Geschichte dieses Bootes und das Leben der Menschen von damals einem hier nahegebracht wurden.
















            Auf Tafeln an der Wand ist die 
            Geschichte des Motorbootes
            "Sleipnir" beschrieben (zum  
            Lesen bitte anklicken und 
            vergrößern).
 

 Und hier noch ein paar Bilder aus dem Krafla-Vulkangebiet:








Das letzte Foto zeigt ein geothermisches Kraftwerk. Hier wird Wasser in Bohrlöcher im heißen Gestein gepumpt, der aufsteigende Dampf treibt Turbinen an, die Strom erzeugen. Faszinierend, solche unerschöpfliche Natur-Energie aus dem Boden zu gewinnen - aber wohl doch auch nicht ganz ohne Risiko, wie ich jetzt in einem Artikel gelesen habe (im Inforaum des Kraftwerks erfährt man natürlich nur Positives, außerdem bekommt man von einer freundlichen Dame Kaffee eingeschenkt - gratis und umsonst, Kaffee ist in Island quasi allgegenwärtig...).

(Demnächst folgt noch der Rest der Reise - damit ich dieses Kapitel endlich abschließen kann).